Elektronische Unterschrift mit Anlaufschwierigkeiten
Laut einer Untersuchung der EU machen die Verbraucher von der elektronischen Unterschrift im Internet nur zögerlich Gebrauch.
Der Markt für E-Commerce kann sich nicht so recht entfalten, weil die Verbraucher die elektronische Unterschrift im Internet nur zögerlich annehmen. Das ist das Ergebnis einer von der EU-Kommission veröffentlichten Untersuchung zur Verbreitung elektronischer Unterschriften in Europa. Die Tatsache, dass alle 25 Mitgliedstaaten die EU-Richtlinie zur Anerkennung von elektronischen Unterschriften mittlerweile in nationales Recht umgesetzt haben, habe keinen positiven Einfluss auf die Verbreitung gehabt.
Wegen fehlender einheitlicher Standards gebe es technische Probleme, unter anderem sei deshalb möglicherweise auch sichere Software noch zu wenig verbreitet, die Unterschriften eindeutig erkennen kann. Bis Jahresende will Brüssel einen Bericht über mögliche EU-weit gültige Standards für elektronische Unterschriften vorlegen.
Man hofft in Brüssel, dass der Einsatz der elektronischen Unterschrift beim Kontakt mit Behörden die Verbreitung der Technologie nachhaltig fördert. Das Paradebeispiel ist dafür die elektronische Steuererklärung, wobei sich allerdings weniger die Steuerzahler freiwillig für modernere Techniken und Verfahren (Online-Steuererklärung) entscheiden, sondern von den Finanzbehörden mit sanftem Druck in die gewünschte Richtung gelockt und geschoben werden. (bb)