Australischer Groß-Spammer vor Gericht
Wayne Mansfield wird vorgeworfen, innerhalb von zwölf Monaten 56 Millionen unerwünschte E-Mails verschickt zu haben.
Die australische Behörde Australian Communications Authority (ACA) hat nach eigenen Angaben einen großen Spammer vor Gericht gebracht. Sie beschuldigt die Firma Clarity1 Pty Ltd in Perth sowie ihren Geschäftsführer Wayne Mansfield innerhalb von zwölf Monaten nach Inkraftsetzen des Spam Act 2003 im April vorigen Jahres 56 Millionen kommerzielle Werbe-E-Mails abgesetzt zu haben. Die meisten der von Servern rund um den Globus verschickten elektronischen Mitteilungen verstießen gegen das Gesetz.
Die Firma habe die Namen Business Seminars Australia und the Maverick Partnership als Deckmantel genutzt. Die Spam-Beobachter von Spamhaus führen Mansfield als einen der Hauptversender von unerwünschten E-Mails. Spammer haben in Australien mit Strafen von 220.000 und im Wiederholungsfall von bis 1,1 Millionen Dollar pro Tag zu rechnen; außerdem kann ein Schadensersatz an die Spam-Opfer fällig werden. Zudem können die Behörden die Profite aus den Spam-Geschäften einziehen. (anw)