KI-Szene in Europa: In welchen Start-ups Investoren Potential sehen
Start-ups wie Mistral oder Lovable erreichen Milliardenbewertungen – obwohl zentrale KI-Probleme ungelöst bleiben. Worauf Investoren setzen.
(Bild: Ulrike Weis / KI / heise medien)
Allen kritischen Stimmen und Warnungen vor einer sich aufblähenden KI-Blase zum Trotz pumpen internationale Investoren weiterhin massiv Kapital in die Szene. Vor allem europäische KI- und Militärtechnik-Start-ups und generell alles, was mit europäischer Souveränität zu tun hat, gelten als heiß. Im vergangenen Jahr sammelten Europas aufstrebende KI-Firmen 23,5 Milliarden Euro ein, und damit mehr als ein Drittel des gesamten europäischen Risikokapitals (66 Milliarden Euro). Die Investitionen in Verteidigungs- und andere sicherheitsrelevante Technik stiegen um 55 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro.
Die Kapitalgeber scheinen also trotz einiger Anzeichen und Warnungen, die auf einen überhitzten Markt hindeuten, grundsätzlich überzeugt davon zu sein, dass Machine Learning und insbesondere generative KI die Wirtschaft fundamental verändern – und dadurch entsprechende Renditen einspielen. Klar ist, dass es Verlierer geben wird: Start-ups, die zu viel versprochen, und Investoren, die zu viel geglaubt und zu hoch gepokert haben. Aber unabhängig von den prinzipbedingten Schwächen, die generative KI nach wie vor hat (Halluzinationen, kein echtes Verständnis von der Welt), demonstrieren viele Gründer, was man bereits jetzt damit erreichen kann: Vor allem Vibe-Coding-Plattformen wie das schwedische Lovable oder der von einem österreichischen Entwickler rasch per Textgenerator programmierte KI-Bot OpenClaw gehen durch die Decke.
- Internationale Investoren entdecken europäische KI-Start-ups, 2025 haben diese über 20 Milliarden Euro eingesammelt.
- Kritiker warnen allerdings seit Monaten vor einer Blase. Es sei nicht absehbar, dass die Entwickler fundamentale Schwächen der großen Sprachmodelle lösen können: Halluzinationen und fehlendes Weltverständnis.
- Dennoch gibt es funktionierende oder zumindest aussichtsreiche Geschäftsmodelle: Vor allem in solche Start-ups fließt derzeit viel Wagniskapital.
Wir haben uns angesehen, welche europäischen Firmen bei Investoren punkten, wie sie sich von der Masse abheben – und wie sie Geld verdienen wollen. Im ersten Teil unseres Überblicks über die europäische KI-Gründerszene haben wir die vielversprechendsten deutschen Unternehmen vorgestellt, nun setzen wir unseren Streifzug durch die anderen europäischen Länder fort.
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