Bit-Rauschen: AMDs Erfolge, KI aus Bayern und ein singender CPU-Entwickler
AMD verdient glänzend. Die Telekom feiert ihr KI-Rechenzentrum, dass der Münchner Eisbach kühlt. Qualcomm verliert einen wichtigen ARM-CPU-Entwickler.
AMD schloss das Finanzjahr 2025 mit einem Rekordumsatz von 10,3 Milliarden Dollar im vierten Quartal ab. Im gesamten Jahr nahm AMD 34,6 Milliarden US-Dollar ein, von denen 4,3 Milliarden netto in der Kasse blieben. Der Umsatz mit Chips für Rechenzentren, also mit Epyc-Prozessoren für Server und KI-Beschleuniger der Serie Instinct MI, stieg um satte 32 Prozent auf 16,6 Milliarden US-Dollar. Damit trug der Bereich fast die Hälfte zum gesamten AMD-Umsatz bei. Mit starkem Wachstum durch KI-Produkte und hoher Profitabilität zeigte die Mannschaft von Lisa Su dem Erzkonkurrenten Intel abermals, wo der Hammer hängt. Mit nur gut einem Drittel der Mitarbeiter (31.000 statt 88.000) schafft AMD knapp zwei Drittel des Intel-Umsatzes von 52,9 Milliarden US-Dollar. Das verdeutlicht, wie schwer die Fertigungssparte als Mühlstein um Intels Hals hängt.
Keine AMD-Rechenbeschleuniger, sondern ausschließlich welche von Nvidia gingen am 4. Februar 2026 im nagelneuen KI-Rechenzentrum der Telekom-Sparte T-Systems in Betrieb. Die „Industrial AI Factory“ mit 12 Megawatt (MW) Stromversorgungs- und Kühlleistung ist eine der bisher größten in Deutschland. Das zeigt den gigantischen Abstand zu den KI-Rechenzentren in den USA, von denen erste rund hundertmal größer sind und in den Gigawatt-Bereich vorstoßen. Doch die Telekom schätzt, dass ihr Rechenzentrum im Münchner Tucherpark hinterm Englischen Garten im Endausbau rund 50 Prozent der bisher in Deutschland öffentlich mietbaren KI-Rechenleistung liefert. Das ist freilich ein Ziel, das sich rasend schnell bewegt, weil in Deutschland aktuell riesige Rechenzentren für insgesamt mehr als 25 Milliarden Euro in Planung oder auch schon im Bau sind, darunter eines mit 482 MW und mehrere mit jeweils mehreren Hundert MW.
In München hat die Telekom mit Partnern, aber ohne Subventionen, rund 1 Milliarde Euro investiert. Zu diesen Partnern gehören Nvidia, SAP, Siemens und die kleine Firma Polarise. Letztere baut die Nvidia-Server auf und betreibt sie im Auftrag der Telekom.
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