Neuer Höchststand: Deutschlands Berufstätige bekommen pro Tag über 50 E-Mails
Die Mailflut in den beruflichen Postfächern wächst, allein seit 2021 hat sich die Zahl der täglichen Mails verdoppelt. Wie wichtig die alle sind, ist unklar.
(Bild: Andrii Yalanskyi/Shutterstock.com)
Die Zahl der beruflichen E-Mails in den Postfächern der deutschen Berufstätigen hat im Vorjahr mit durchschnittlich 53 am Tag einen neuen Höchststand erreicht. Das ist zumindest das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom, die jetzt vorgestellt wurde. Demnach hat sich die Zahl der beruflichen E-Mails innerhalb von gerade einmal vier Jahren verdoppelt, 2021 waren es 26 pro Tag. Aus den Angaben geht demnach noch hervor, dass 14 Prozent der Berufstätigen in Deutschland jeden Tag mehr als 100 E-Mails bekommen. Nur ein Prozent bekommen am Tag nicht einmal 10 zusammen.
40 Jahre alt und nicht veraltet
Die Umfrage verdeutliche, dass die E-Mail „nach wie vor die wichtigste Form der beruflichen Kommunikation“ sei, ordnet Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder das Ergebnis ein. Sie sei gut etabliert, leicht zu bedienen und funktioniere zuverlässig. Obendrein basiere die Technik auf einer offenen Infrastruktur mit unabhängigen Anbietern und schaffe keine Abhängigkeit von einzelnen Plattformen. Darüber, ob es sich bei den immer mehr werdenden beruflichen E-Mails aber überhaupt um solche handelt, die benötigt werden, gibt die Umfrage keine Auskunft. Gefragt wurde lediglich, „Wie viele E-Mails bekommen Sie durchschnittlich pro Tag an Ihre berufliche E-Mail-Adresse?“. Teilgenommen haben 1002 Personen in Deutschland ab 16 Jahren, 532 sind berufstätig.
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In Deutschland hat die E-Mail erst 2024 ihren 40. Geburtstag gefeiert, die allererste ist am 3. August 1984 an der damaligen Universität Karlsruhe bei Michael Rotert eingegangen. Durch die wachsende Verbreitung von Heimcomputern und dank kostenloser E-Mail-Angebote in den 90er-Jahren ließ der Durchbruch dann gar nicht lange auf sich warten. Die Form der elektronischen Briefe hat sich dabei nicht mehr verändert. Zu einem immer größeren Problem hat sich aber Spam entwickelt, allein GMX und Web.de filtern Milliarden solcher Mails aus. Wenn die aber nicht automatisch als Spam erkannt werden, landen solche E-Mails in den Postfächern und dürften dabei ihren Teil zum weiter ansteigenden Mailvolumen beitragen.
(mho)