Mace im Test: KI-generierte Loops zur Musikproduktion
Das Musik-Plug-in Mace generiert Audio-Loops per textgesteuerter KI lokal auf dem PC.
(Bild: Screenshot / Mace)
Der Einsatz von Loops gehört in der Musikproduktion zum Alltag. Solche zumeist mehrtaktige Musikschnipsel gibt es fertig konfektioniert zum – oft kostenpflichtigen – Download. Man kann sie aber auch selbst erstellen. Einen innovativen Ansatz dafür verfolgt das Musik-Plug-in Mace mit seiner auf generativer KI basierenden Klangerzeugung. Es lässt sich in handelsübliche digitale Audio-Workstations (DAW) einklinken, die die Formate VST3 und AU unterstützen.
Mace sieht aus wie ein einfacher Drum-Sampler à la Akai mit einer 4×4-Pad-Matrix und funktioniert auch ähnlich. Pro Pad verstaut man einen Sound, der per Maus oder MIDI abgefeuert wird. In diesem Instrument zieht man jedoch nicht wie sonst üblich Loops oder Samples auf die Triggerpads, sondern weist das Plug-in per Text-to-Sound-Engine an, bis zu elf Sekunden lange Klangstrukturen rhythmisch frei oder auf Taktbasis zu berechnen. Die hierfür benötigte Stable-Diffusion-KI läuft lokal unter Windows respektive macOS (Direct ML, Core ML). Alternativ wählt der Anwender zur Klangerzeugung eines der Presets aus.
Das Reizvolle daran: Egal ob Preset oder Text-to-Sound, die KI generiert nie exakt denselben Loop. Im Gegenteil, oft variieren die Ergebnisse bei jedem neuen Aufruf sogar erheblich, gerade bei der Instrumentierung. Das gilt besonders, wenn man – sehr inspirierend! – Iterationen eines Klangs durch simplen Klick auf das Cycle-Icon seines Pads erzeugt. Damit in der so entstehenden „Eltern-Kinder-Kette“ der Überblick nicht verloren geht, zeigt Mace auf Wunsch den „Stammbaum“ eines Klangs, wobei jede Generation per Drag-and-drop wiederum auf ein Pad gezogen und dort erneut neu berechnet werden darf.
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