Nicht die Community-Wünsche: Bluesky bringt Livestream-Anzeige und „Cashtags“

Das jüngste Update von Bluesky bringt eine Kennzeichnung von Livestreams und spezielle Hashtags für Beiträge über Aktienmärkte. Die User wünschen etwas anderes.

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Bluesky-Startbildschirm auf einem Smartphone

(Bild: Diego Thomazini/Shutterstock.com)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Auf Bluesky können Konten jetzt kenntlich machen, wenn sie gerade einen Livestream durchführen und direkt darauf verlinken. Das hat das Team öffentlich gemacht, aber darauf hingewiesen, dass das bisher nur mit Streams auf Twitch funktioniert – andere Dienste könnten aber folgen. Version 1.114 des Kurznachrichtendiensts unterstützt zudem sogenannte „Cashtags“ und übernimmt damit einmal mehr eine Funktion aus der Zeit des „alten Twitter“, vor der Übernahme durch Elon Musk. Wie bei einem Hashtag werden dabei Beiträge unter speziell markierten Schlagwörtern gesammelt, aber die Markierung erfolgt hier mit einem „$“. Vor ein Tickersymbol wie „AAPL“ gestellt, macht das Dollarzeichen das „Cashtag“ anklickbar. In der Folge kann man sich alle Beiträge damit anzeigen lassen.

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Zu der Kennzeichnung von Livestreams erklärt Bluesky, dass es sich um eine experimentelle Funktion handelt. Wer auf Twitch einen Livestream beginnt, kann den eigenen Avatar auf Bluesky nun entsprechend kennzeichnen. Wer darauf klickt, landet direkt im Stream. Der Kurznachrichtendienst weist darauf hin, dass andere soziale Netzwerke die Verlinkung externer Seiten „bestrafen“, also solche Beiträge etwa weniger oft in den Feeds anderer Nutzer und Nutzerinnen anzeigen. „Wir denken, dass die Verlinkung nach außen einfach sein sollte“, schreibt das Bluesky-Team. Unter der Ankündigung gibt es aber vor allem Kritik an der Beschränkung auf Twitch und an der Prioritätensetzung bei den neuen Funktionen: Vor allem die Möglichkeit, Beiträge nachträglich zu bearbeiten, wird dort eingefordert.

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Mit den Cashtags unterstreicht Bluesky derweil einmal mehr, in welchem Ausmaß sich das Team am alten Twitter als Vorbild bedient. Der inzwischen in X umbenannte Kurznachrichtendienst hat diese besonderen Schlagwörter 2012 eingeführt, neun Jahre später wurden sie erweitert, um darüber Trinkgeldzahlungen an Accounts zu ermöglichen. Dass das Interesse an den Cashtags auf Bluesky besonders groß ist, darf bislang zumindest bezweifelt werden. Die Zusammensetzung der Nutzerschaft und die besonders leidenschaftlich diskutierten Themen deuten nicht darauf hin, dass Konversationen über Börsenthemen dort zu den Prioritäten gehören. Unter der Vorstellung der neuen Funktion gibt es denn auch ausschließlich Kritik.

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(mho)