Mandriva-Chef skizziert Zukunftspläne

Nach Kritik am Kurs des Linux-Distributors Mandriva in der vergangenen Woche legt CEO Bancilhon seine Zukunftspläne dar.

vorlesen Druckansicht 27 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.

Nachdem der entlassene Mandrake-Schöpfer Gaël Duval auf seiner Website herbe Kritik an seinem früheren Arbeitgeber äußerte, verteidigt der CEO von Mandriva, Francois Bancilhon, die zweigleisige Unternehmenspolitik. Mandriva habe zwei unterschiedliche Zielgruppen. Zum einen seien da die Endanwender, auf denen schon immer ein großer Fokus lag, zum anderen müsse seine Firma auch Geld verdienen und ziele daher mit ihren Produkten und Dienstleistungen verstärkt auf Unternehmenskunden ab. Bancilhon sehe in dieser Strategie auch keinen Widerspruch. Vielmehr würden sich die beiden Richtungen gut ergänzen. Duval hatte Zweifel am Kurs des Unternehmens bekundet. In seinen Augen wolle sich Mandriva immer mehr als Firmen-Dienstleister etablieren, während der Linux-Hersteller gleichzeitig weiterhin geeky Produkte entwickeln würde. Wegen seiner Entlassung will Duval gerichtlich gegen Mandriva vorgehen.

Seit kurzem ist Mandriva One erhältlich, eine auf Mandriva 2006 basierende Distribution, die sowohl als Live-CD läuft, als auch auf Festplatte installierbar ist. Derzeit können nur Mitglieder des Mandriva-Clubs die Software kostenlos herunterladen. Erst später wird das Image zum freien Download bereitstehen. In einigen Wochen will der Linux-Distributor dann mit Mandriva Kiosk einen neuen Service bereitstellen, mit dem sich Applikationen einfach per Mausklick installieren lassen. Kiosk ist ein kostenpflichtiges Angebot. Club-Mitglieder ab der Stufe Silver sollen den Dienst umsonst benutzen können. (akl)