Bit-Rauschen: Riesige KI-Chips und winzige fürs In-Memory-Computing

Google stellt extrem starke KI-Chips vor. Ganz anders arbeiten winzige KI-Chips für Kopfhörer. Elon Musks Terafab-Projekt treibt Börsenkurse durch die Decke.

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Aufmacher Kolumne Bit-Rauschen
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Den Höhenflug der Intel-Aktie erwähnte schon die vergangene Ausgabe dieser Kolumne. Danach stieg der Kurs auf Rekordwerte, obwohl Intel fürs erste Quartal 2026 einen erheblichen Nettoverlust von 3,7 Milliarden US-Dollar meldete. Im englischen Börsenjargon war von einem Blowout-Quartal die Rede: Intel schrieb hohe Kosten für die Umstrukturierung ab. Damit entsorgt das Unternehmen Altlasten und verspricht fürs laufende zweite Quartal ein kleines Plus. Obendrein erzielte Intel 7 Prozent mehr Umsatz als erwartet.

Außerdem befeuern eine erweiterte Kooperation mit Google sowie mit dem Terafab-Projekt von Elon Musk die Fantasie der Börsenspekulanten. Musk plant, wie ebenfalls bereits berichtet, gigantische Chipfabriken, für die er Know-how unter anderem von Intel zukaufen will. Nun wurde bekannt, dass Musk die ersten Fabs in Texas bauen will, dicht bei der Tesla-Gigafab in der Nähe des Flughafens Austin. Laut der Terafab-Website sind die Abermillionen Chips für die Musk-Firmen Tesla, xAI und SpaceX gedacht. Außer in autonomen Autos und humanoiden Robotern sollen Terafab-Halbleiter auch in KI-Rechenzentren im Weltall landen. Der erste Satellit mit dem Chip „D3“ heißt AI Sat Mini, ist wegen der Solarpanele aber rund 170 Meter lang und soll 100 Kilowatt Rechenleistung in einer Erdumlaufbahn bereitstellen.

Prozessorkolumne Bit-Rauschen

Während diese Pläne in fernerer Zukunft liegen, gibt es spannende KI-Chips, die bereits fertig sind. Beispielsweise kommt das sogenannte In-Memory-Computing aus der Theorie in der Praxis an, nämlich in Form winziger und energiesparender Chips von Firmen wie Anker und Syntiant. Mit den beiden KI-Beschleunigern der achten TPU-Generation hat Google erstmals unterschiedliche Chips für das Pre-Training (TPU 8t) sowie das Inferencing (TPU 8i) generativer KI-Modelle entwickelt. Außerdem setzt Google gerüchtehalber auf unterschiedliche Entwicklungspartner, nämlich außer auf Broadcom nun auch auf MediaTek aus Taiwan.

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