Buchkritik: GIMP 3 – Praxiswissen für Einsteiger

Die freie Standardanwendung zum Bearbeiten von Pixelgrafiken heißt GIMP. Seimerts üppig bebildertes Buch hilft neuen Nutzern beim Einstieg.

vorlesen Druckansicht
Buchkritik: Winfried Seimert, GIMP 3
Lesezeit: 2 Min.
Von
  • Maik Schmidt

Vom Leistungsspektrum her kann das freie GIMP teuren Pixelgrafikern etwa aus dem Hause Adobe das Wasser reichen, aber die komplexe Anwendung folgt ihrer eigenen Logik.

Bei den seit Frühjahr 2025 verfügbaren Versionen 3.0.x, die Winfried Seimerts Buch zugrunde liegen, hat die Entwicklergemeinde unter anderem den Umstieg auf die Oberflächenbibliothek GTK 3 vollzogen.

Mehr Buchrezensionen

Mit dem „Praxiswissen“ wendet sich der Autor vorrangig nicht an diejenigen, die mit GIMP eigene Grafikwelten erschaffen wollen. Er konzentriert sich auf Fotobearbeitung.

Am Anfang steht eine Art Rundflug über die Bedienoberfläche. Dabei erläutert der Autor ausführlich die grundlegenden Dateioperationen, zudem demonstriert er, wie man Bereiche in Bildern markiert, abtrennt und freistellt. Wie andere moderne Bildbearbeitungsanwendungen unterstützt GIMP die Arbeit mit übereinanderliegenden Bildebenen. Seimert zeigt schrittweise, wie diese funktionieren. Damit spricht er auch Nutzer an, die eigene Kunstwerke am Bildschirm etwa durch Montagen gestalten wollen. Die umfangreichen Malfunktionen von GIMP bleiben aber weitgehend außen vor.

Sehr viel Raum widmet Seimert allem, was dazu dient, Fotos zu optimieren. Belichtung, Farbabgleich, Schärfung, Tonwertkorrekturen und jede Menge Filter kommen dabei zum Zuge. Die mächtigen Werkzeuge, die GIMP dafür bereitstellt, behandelt der Autor nicht in aller Tiefe; Fortgeschrittene müssen bei Bedarf weiterführende Literatur heranziehen.

Trotz allen Praxisbezugs geht es zwischendurch auch um wichtige theoretische Fragen, etwa um Unterschiede zwischen verschiedenen Farbräumen sowie um Qualitätsverluste beim Skalieren von Bildern und Bildausschnitten. Dabei hat Seimert nicht nur die Darstellung auf Bildschirmen und Smartphonedisplays im Blick, sondern auch Bilder für den Druck.

Etliche Ratschläge, die der Autor gibt, tragen dazu bei, dass die Arbeit mit GIMP bequemer und schneller von der Hand geht. Das betrifft etwa Tastenkombinationen für häufige Operationen.

Naheliegenderweise hat Seimert seinen Text mit vielen farbigen Screenshots bebildert, die er auf einem Windows-11-Rechner aufgenommen hat. Das Buch eignet sich aber ebenso für Nutzer von Linux und macOS.

Mehr Infos
Buchkritik: Winfried Seimert, GIMP 3

Winfried Seimert

GIMP 3

Praxiswissen für Einsteiger

  • mitp, Frechen 2025
  • ISBN 978-3747505533
  • 304 Seiten, 25 €
  • (als Bundle mit E-Book beim Verlag: 30 €; PDF-/Epub-/Kindle-E-Book allein: 25 €)

Videos by heise

(psz)