Zukunft der Psychotherapie: Diagnose durch KI-Daten

Datengetriebene Diagnosen, Therapien und Forschung sind in der Seelengesundheit Exoten. Ein Experte der Charité erklärt, warum sich das bald ändern könnte.

Artikel verschenken
vorlesen Druckansicht
Psychologe hört seinem Patienten zu und schreibt mit

(Bild: Prostock-studio/Shutterstock.com)

Lesezeit: 10 Min.
Inhaltsverzeichnis

Smartwatches, Apps, Chatbots und Sprachanalysetools werden in der Psychotherapie und in der psychotherapeutischen Forschung künftig eine wichtige Rolle spielen. Davon ist zumindest Nils Opel, Psychiater und Forscher an der Charité Berlin, fest überzeugt. Gemeinsam mit seinem Fachkollegen Michael Breakspear von der Universität Newcastle in Australien analysierte er kürzlich im Magazin Science Möglichkeiten und Grenzen der neuen KI-gestützten Technologien.

Gesundheit, Apps und Technik

MIT Technology Review: Sind KI-gestützte Anwendungen in der Psychotherapie überhaupt nötig?

(Bild: Charité / Nils Opel)

Nils Opel: Es spricht vieles dafür. Andere Bereiche der Medizin funktionieren schon länger sehr stark datengetrieben. Für medizinische Diagnosen zum Beispiel werden Gewebeproben ausgewertet, Blutanalysen und Laboranalysen gemacht oder Bilder erstellt. Damit gewinnt der Arzt mehr objektive Informationen. Im Bereich der psychischen Gesundheit ist das bisher nicht der Fall. Die Diagnose von psychischen Erkrankungen beruht weiterhin ausschließlich darauf, dass wir mit Menschen sprechen und ihr Verhalten beobachten. Und auch wenn das nach gewissen, auch wissenschaftlich abgesicherten Kriterien erfolgt, könnten KI-gestützte Verfahren Verbesserungen im Sinne einer Objektivierung bringen. Der große Vorteil dabei wäre, dass das Ganze skalierbar ist.

Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels "Zukunft der Psychotherapie: Diagnose durch KI-Daten". Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.