Kommentar: Wie viel Sony bleibt in Bravia-TVs und wer ist eigentlich TCL?

Das Joint Venture zwischen Sony und TCL im TV-Bereich klingt eher nach einer Ăśbernahme. Ist das das Ende der glorreichen Bravia-Fernseher?

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Sony verkauft große Teile seiner globalen Home-Entertainment-Sparte an den chinesischen TV-Hersteller TCL. What? Ein japanisches Top-Unternehmen überlässt seine etablierte TV- und Audiosparte einem chinesischen Underdog? Bei genauerer Betrachtung ist das geplante Joint Venture aber zumindest für TCL absolut folgerichtig.

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Das chinesische Unternehmen ist führend im chinesischen Displaymarkt, hat sich in den USA fest als Budget-Marke etabliert und mischt inzwischen auch weltweit den TV-Markt auf. Sein Tochterunternehmen China Star Optoelectronics Technology (CSOT) beliefert als zweitgrößter Panelproduzent der Welt alle großen TV-Hersteller mit LCDs, darunter Samsung, LG und eben Sony. Im vergangenen Jahr hat TCL respektive CSOT für 1,5 Milliarden US-Dollar LGs letzte große LCD-Fabrik im chinesischen Guangzhou übernommen. Hierdurch kann TCL nun außer HVA-Panels (High Vertical Alignment) auch LCDs mit der blickwinkelstabilen IPS- und FFS-Technik produzieren (In Plane Switching beziehungsweise das lichtdurchlässigere Fringe Field Switching).

TCL hat in der Vergangenheit gezeigt, dass es ausgezeichnete Displaytechnik bereithält, darunter dimmbare Mini-LED-Backlights für kontraststarke TV-Displays. Mit solchen Fernsehern mischt das Unternehmen bereits die Mittelklasse auf, für das High-End hakt es aber noch an der einen oder anderen Stelle. Das fehlende Know-how für die Spitzenklasse holt sich TCL jetzt über Sony ins Haus.

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