Blick ins Heft c’t 3/2026: Glasfaser – starten oder warten?

Was Sie beim Glasfaseranschluss beachten sollten, wie Sie Einbrechern in Ihre IT mit unseren Checklisten zuvorkommen und was Infineon in Villach treibt.

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Inhaltsverzeichnis

Hallo aus Hannover,

vielleicht warten Sie gerade wie ich sehnsüchtig darauf, dass dem Leerrohr für den Glasfaseranschluss Leben eingepustet wird. Immerhin liegt der dünne rote Schlauch bereits in unserem Keller, was hierzulande leider keine Selbstverständlichkeit ist. Die Bautrupps, die Glasfaser in Straßen oder Bürgersteigen verlegen sollen, machen sich derzeit rar. Waren die begehrten Arbeiter schon in Ihrer Straße, oder möchten Sie womöglich gar keinen Glasfaseranschluss?

Dass es beim Wechsel auf den superschnellen Internetanschluss etliche Fallstricke gibt, ist mir spätestens seit den vielen Fällen aus unserer Rubrik „Vorsicht, Kunde!“ bewusst. Über die habe ich im gleichnamigen c‘t-Verbraucherschutz-Podcast mehrfach diskutiert.

Viele Verbraucher stellen sich noch die Frage, ob sie überhaupt wechseln sollten. Tatsächlich gibt es einige Gründe dafür, das fängt bei den Anschlusskosten an und reicht bis zur anstehenden DSL-Abschaltung. In unserem Schwerpunkt in der aktuellen c’t lesen Sie auch, worauf Sie bei Vertragsabschluss achten sollten, welche Kosten im Vergleich zu DSL und TV-Kabel anfallen und wie Sie den Glasfaseranschluss im Haus verlängern können.

In c’t 3/2026 halten wir außerdem Tipps & Tricks bereit, wie Sie Einfallstore gegen Hackerangriffe reduzieren. Oft reichen wenige Handgriffe, um die Sicherheit der eigenen Geräte zu verbessern. Auch wenn völlige IT-Sicherheit eine Illusion bleibt: Mit den c’t-Security-Checklisten 2026 haben Sie effektive Werkzeuge zur Hand, damit die üblichen Angriffsmethoden ins Leere laufen. Und damit sich unsere Tipps möglichst weit herumsprechen, haben wir alle Checklisten in voller Länge in einem kostenfreien PDF-Booklet zusammengefasst.

Die Zukunft des Internets leuchtet – und zwar durch Glasfaser. Schneller, stabiler und zukunftssicher soll die neue Technik sein. Doch der Umstieg entpuppt sich für viele Verbraucher als Hürdenlauf mit teuren Fallstricken, und die Zahl der Beschwerden bei den Verbraucherzentralen steigt stetig.

Der fertige Glasfaseranschluss sorgt für schnelles Internet, bis dahin kann aber einiges schiefgehen.

Der Ärger beginnt oft schon an der Haustür. Aufdringliche Vertriebler versuchen mit Psychotricks und falschen Behauptungen, Verträge an Land zu ziehen. Sie behaupten, der alte DSL-Anschluss werde bald gekappt, oder täuschen eine Störung vor, um in die Wohnung zu gelangen. Unser Rat: Unterschreiben Sie grundsätzlich nichts an der Haustür und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Wer an der Haustür überrumpelt wurde, sollte das 14-tägige Widerrufsrecht nutzen, das beim Haustürvertrieb genauso gilt wie bei Onlinebestellungen.

Ein Knackpunkt sind die Anschlusskosten: Während der Vorvermarktung ist der Hausanschluss oft kostenlos, später kann er schnell 1500 Euro oder mehr kosten. Auch wenn Sie mit dem aktuellen Anschluss noch zufrieden sind, sollten Sie einen Wechsel in Erwägung ziehen, denn ein späterer Entschluss führt oft zu höheren Kosten.

Haben Sie online einen Vertrag abgeschlossen, können weitere Probleme auf Sie zukommen. So vergehen oft Monate oder sogar Jahre, bis der versprochene Anschluss tatsächlich umgesetzt wird. Trotzdem halten manche Anbieter ihre Kunden im Vertrag gefangen. So lassen sie die Mindestvertragslaufzeit gern erst mit der Anschlussschaltung beginnen. Das führt dann zu einer Bindung von weit über zwei Jahren – eine Praxis, die der Bundesgerichtshof für unzulässig erklärt hat.

Wie wehren Sie sich gegen unseriöse Methoden? Welche Rechte haben Sie bei langen Verzögerungen und was ist bei den Vertragsklauseln zu beachten? Unser großer Glasfaser-Schwerpunkt bereitet Sie auf den Wechsel vor. Wir geben Tipps für den Umgang mit Anbietern und erklären, wie Sie sicher und ohne Ärger ins Highspeed-Zeitalter starten.

  1. Verbraucherschutz Ihre Rechte als Glasfaserkunde
  2. DSL-Abschaltung: Kein Grund zur Panik
  3. Kostenvergleich: Glasfaser, DSL und TV-Kabel
  4. FAQ: Glasfaserverkabelung

Wie gut ist Ihre digitale Sicherheit wirklich? Die c’t Security Checklisten 2026 zeigen, wie Sie mit wenigen Handgriffen Smartphones, PCs, Router, Onlinekonten und auch Ihr Smart Home besser schützen können. Wir erklären in unserem Security-Schwerpunkt, warum Angriffe meist automatisiert ablaufen, wie Phishing durch KI immer raffinierter wird und wo typische Einfallstore lauern. Neu dabei ist eine Checkliste für IoT und Smart Home Geräte.

Die c’t-Security-Checklisten gibt es auch als Download.

Verständlich, aktuell und praxisnah führen die Checklisten durch alle wichtigen Bereiche, vom Homeoffice bis zum Onlinebanking. Wir haben die Listen grob nach Themengebieten sortiert. Sie können sie in chronologischer Reihenfolge durchflöhen oder direkt zur Seite springen, die Sie am meisten interessiert.

Einen Schwerpunkt bildet dieses Mal das Phishing, das gegenwärtig eine Renaissance erfährt und durch KI wesentlich gefährlicher geworden ist. Passen Sie also nicht nur auf, wenn jemand Unbekanntes Sie über Mail, Messenger oder über Social Media kontaktiert. Denn auch hinter scheinbar bekannten Menschen oder Institutionen verbergen sich immer öfter Phishing-Versuche. Bei denen versucht jemand, Sie auf eine täuschend echt aussehende Seite etwa einer Bank weiterzuleiten und Ihre Anmeldedaten abzugreifen.

Prüfen Sie anhand der Checklisten Ihre Gewohnheiten und schließen die Sicherheitslücken, bevor andere sie ausnutzen.

Die c’t-Security-Checklisten 2026

Passwörter sind nicht nur ein notwendiges Übel, sondern der Schlüssel zu Ihrer digitalen Identität. Mit unseren Tipps haben Sie so wenig Passwortstress wie möglich, ohne an der Sicherheit zu sparen.

Tintendrucker mit Scanner und Vorlageneinzug, die auch ein randloses Bild zu Fotopapier bringen, gibt es schon ab 85 Euro. Im Test hielten die teuren Kombipatronen aber nicht lange. Tintenabos sollen dem abhelfen und Kosten im Zaum halten.

Pakete online umzuleiten, benötigt nur wenige Klicks. Doch es gibt Tücken, wenn etwas abhandenkommt oder kaputtgeht. Wir haben die Möglichkeiten genauer geprüft.

Sie benötigen mehr Platz auf dem Desktop und wollen sich einen zweiten Monitor besorgen oder den alten durch ein überbreites Display ersetzen? Für beide Lösungen gibt es gute Argumente und beim Einrichten einiges zu bedenken.

Langsam, aber sicher mehren sich die praktischen Anwendungen für die Ausweisfunktion des elektronischen Personalausweises im Internet. Ärgerlich, wenn der Chip auf dem eigenen Ausweis nicht funktioniert. Muss man dann zwingend einen neuen beantragen? Und wer trägt die Kosten?

In der kultigen Netflix-Serie Stranger Things betreten die Protagonisten regelmäßig ein gruseliges Paralleluniversum namens Upside Down. Laut der modernen Physik könnte dies nicht gänzlich unmöglich sein.

Rauchmelder sind Vertrauenssache. Hekatron ist im Feld professioneller Brandmeldeanlagen unterwegs, bedient mit seiner Genius-Serie jedoch Kleingewerbe und Privatkunden. Mit dem Genius Port lassen sich Rauchmelder nachträglich versmarten.

Die Leistungsfähigkeit ihrer Quantenrechner untermauern Hersteller oft mit abstrakten Benchmarks. Googles Random Circuit Sampling zum Beispiel verwirrt selbst Experten und gilt als völlig nutzlos. Wir schauen uns an, wie diese Methoden funktionieren und wie nützlich sie wirklich sind.

Ich beschäftige mich ja (nicht nur) beruflich mit leuchtenden Objekten, seien es große TV-Bildschirme oder kleine Leuchtdioden. Weil ich so etwas mal studiert habe, also Elektrotechnik und Halbleiterei, schaue ich gern hinter die Kulissen. Meinem geschätzten Kollegen Christof Windeck geht es ähnlich, er war deshalb kürzlich zu Besuch bei Infineon in Villach.

Die deutsche Firma Infineon, Europas größter Chiphersteller, betreibt in Villach eine Fabrik für Leistungshalbleiter.

Die Firma hat dort eine Halbleiterfabrik, in der es nicht um CMOS-Logikchips mit Abermilliarden Transistoren geht, sondern um vermeintlich simple Bauteile: Aus dünnen Wafern entstehen in Villach täglich mehr als 20 Millionen Leistungshalbleiter. Es dauert vier bis sechs Monate, bis ein Wafer sämtliche Bearbeitungsphasen durchlaufen hat. Die gewünschten Chips purzeln in der Fabrik nicht fertig vom Band, sondern werden in anderen Werken getestet, vereinzelt und in Gehäuse eingebaut, bis sie schließlich als elektronische Bauteile in E-Autos, E-Bikes und Geräten für die Energiewende landen. Christofs spannenden Bericht aus Villach mit den vielen technischen Feinheiten kann ich Ihnen nur ans Herz legen.

Europas Chip-Champion: Besuch in einer Halbleiterfabrik von Infineon

(uk)