IT im Versmaß: Welttag der Poesie
Von senegalesischen Literaturfesten, ungelesenen Klassikern und Reimzwang.
Die Dichtkunst feiert heut' ihr Fest,
Dem widmen wir dies Manifest.
Am heutigen 21. März feiert die UNESCO den internationalen Tag der Poesie. Auf deren Website finden sich Literaturveranstaltungen im Senegal oder Zeitschriften aus Uruguay. Für deutschsprachige Leser gibt es allerdings weit vollständigere Verzeichnisse, etwa den Online-Klassiker Literaturwelt oder Uschtrin.de.
Grobschlächtige Knittelverse (siehe oben), feingesponnene Elegien, traditionelle Hexameter und freie Rhythmen schickt der Newsletter Lyrikmail täglich ins Postfach. Aus dem Vollen schöpfen kann der Versversessene auf Project Gutenberg oder dessen kommerziellem deutschen Klon. Dort erfährt man übrigens, dass ein zu Unrecht ungelesener Klassiker heute seinen 243. Geburtstag feiern würde (lebte er noch): Jean Paul.
Vermutlich lag auf dem einen oder anderen Dichterschreibtisch neben Manuskript, Tintenfass und Federkiel auch das Reimlexikon; "Steputat" ist im Deutschen fast schon ein Synonym dafür. Für den Kleinreim reichen auch die (freilich noch ausbaufähigen) Online-Dienste, zum Beispiel dieser. Was nach längerer Lektüre im Reimlexikon passieren kann, lässt sich am heutigen Dienstag auf der Startseite der Süddeutschen Zeitung verfolgen.
Und seinen Lesern danket leise
Der Online-News-Autor von Heise.
(heb)