Wie Hollywood den Einsatz von KI vorantreibt
Filmstudios und Streamingdienste setzen verstärkt auf KI, um Produktionen zu beschleunigen und Kosten zu senken. Doch Kreative sehen darin eine Bedrohung.
(Bild: Human Artistry Campaign)
Bereits seit längerer Zeit ist davon die Rede, dass sich Netflix die Kosten für Synchronisationen gerne sparen würde. So berichtete Sprecherin Ranja Bonalana im Interview mit c’t, dass der Streamingdienst beim Deutschlandstart nur die Originalfassungen ausspielen wollte. Das hat damals nicht geklappt, doch nun wagt der Dienst einen neuen Anlauf – mit synthetischen Stimmen, die sich mittlerweile mit generativer KI erzeugen lassen. Das wäre auf Dauer wohl zumindest billiger als die Synchronisation durch Menschen.
Der Verband deutscher Sprecher:innen (VDS) teilte Ende Januar mit, Netflix setze für kommende Projekte von den Synchronsprechern die Unterschrift unter einer neuen Rechteabtretung voraus, nach der Netflix die Aufnahmen auch zu KI-Trainingszwecken nutzen dürfe. Synchronsprecher fürchten nun, dass der Konzern ihre Stimmen klonen oder über eine Vermischung mehrerer Vorbilder KI-Stimmen nach Wunsch erschaffen könnte.
Eine generelle Rechteabtretung würde für die Sprecher bedeuten, die Kontrolle über ihre Stimme zu verlieren und sich auf Dauer eventuell selbst arbeitslos zu machen. Der VDS hat daher nach eigenen Angaben ein unabhängiges juristisches Gutachten in Auftrag gegeben, das die neuen Verträge hinsichtlich Datenschutz, Vertragsrecht, Urheberrecht und der KI-Verordnung beurteilen wird.
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