Was die USB-C-Pflicht für Notebooks bedeutet
Ab Ende April 2026 dürfen in der EU nur noch Notebooks verkauft werden, die sich per USB-C laden lassen. Das hat in der Praxis überraschende Nebenwirkungen.
(Bild: Andreas Wodrich / heise medien)
Schon seit Ende 2024 dürfen Händler in der EU nur noch Smartphones verkaufen, die sich per USB-C laden lassen. Ab 28. April 2026 sind nun die Notebooks an der Reihe. Manche Geräte werden vom EU-Markt verschwinden, so wie Ende 2024 die iPhones mit Lightning-Buchse. Aber es kommen auch unerwartete Nebenwirkungen: Den meisten neuen Mobilrechnern liegt schlichtweg kein Netzteil mehr bei, Sie müssen sich also selbst drum kümmern. Und neue Vorgaben von Microsoft dürften bei günstigen Windows-Notebooks zu weniger statt mehr USB-C-Buchsen führen.
Moment mal: Haben Notebooks nicht längst USB-C? Und anders als Smartphones zudem stets noch weitere Schnittstellen, sodass die praktischen Auswirkungen deutlich weniger stören? Ja, beides stimmt. Pikanterweise war es sogar just das Unternehmen Apple, das bei MacBooks besonders früh auf USB-C setzte und mit dem 12-Zoll-Retina-MacBook schon vor über zehn Jahren ein Modell mit zwei dieser Schnittstellen brachte. Diese MacBook-Modellreihe ohne Air-/Pro-Namenszusatz wurde aber schon 2019 wieder eingestampft, weil der Verzicht auf sämtliche andere Ports selbst wechselerprobten Apple-Kunden zu radikal war. Heutzutage sind branchenweit zusätzlich zu USB-C weitere Anschlüsse wie USB-A, HDMI und analoger Audioausgang gängig.
USB-C kann alle diese Anschlüsse ersetzen, zumindest wenn man Adapter anschließt. Aber weil USB-C so vielseitig ist und außer Daten auch Strom transportieren kann, ist die Implementierung komplex – und dadurch ungleich teurer als die der oben erwähnten Buchsen für jeweils nur einen Zweck. Deswegen betreffen die ab Ende April gültigen Regelungen vor allem allergünstigste Einsteigergeräte: Viele bisherige Modelle, die für Preisbereiche unterhalb von 400 Euro entwickelt wurden, haben überhaupt keinen USB-C-Anschluss. Diese Notebooks werden nun zwangsläufig vom Markt verschwinden.
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