Nokia setzt auf die Fernkonfiguration von Series-60-Handys
Die Kombination aus Java-Applikationen der nächsten Generation und "Connected Device Configuration" soll leistungsfähigere Middleware ermöglichen. Davon sollen Netzbetreiber ebenso profitieren wie die Nutzer von Smartphones.
Auf der noch bis zum 30 Juni in San Francisco stattfindenden JavaOne-Konferenz hat der finnische Handymarktführer Nokia "bedeutsame Fortschritte" im Bereich der Fernkonfiguration (remote management) von Smartphones angekündigt. Künftige [#2405 Series-60]-Geräte verschiedener Hersteller werden nach der Vorstellung von Nokia für die "Connected Device Configuration" (CDC) geeignet sein.
Leistungsumfang und Zuverlässigkeit von Java-Applikationen der nächsten Generation sollen dabei deutlich über dem Niveau der heute verbreiteten J2ME-Plattform liegen. Über das Mobile Operational Management (JSR 232) hinaus, das auf der JavaOne in einem ersten Entwurf vorgestellt wurde, sollen dafür zwei weitere Java-Spezifikationen dienen. Derzeit erarbeiten die Java-Experten nach Angaben von Nokia die Spezifikationen JSR 248 (Mobile Service Architecture for CLDC), von der ebenfalls ein erster Entwurf vorliegt, sowie JSR 249 (Mobile Service Architecture for CDC), deren Abschluss für das Frühjahr 2006 erwartet wird. Diese Java-Entwicklungsstufen sollen nach dem Willen der Finnen als Grundlage für die Entwicklung von Middleware dienen und Mobilnetzbetreiber oder Netzadministrationen in die Lage versetzen, auf mobilen Series-60-Geräten laufende Anwendungen "remote" zu beeinflussen und zu überwachen.
Die Einbindung von CDC in die herstellerübergreifende Series-60-Plattform soll dabei die Robustheit der Applikationen erhöhen und ermöglichen, dass die Anwendungen auf Smartphones verschienener Hersteller einheitlich ablaufen. Bei der auf Symbian OS basierenden Serie 60 kooperieren die Handyhersteller LG Electronics, Lenovo, Nokia, Panasonic, Samsung, Sendo und Siemens. Lee Epting, zuständig für das Forum Nokia für Entwickler, verspricht den Endkunden eine "dramatische Verbesserung" für die Leistungsfähigkeit und Handhabung mobiler Applikationen sowie einen Zugewinn an Sicherheit. (ssu)