Standardisierung senkt Kosten bei E-Government
Bund, Länder und Gemeinden sollen mehr Engagement beim Einhalten und bei der Weiterentwicklung der UN-Standards für E-Government zeigen, fordert der Bitkom.
Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien ([www.bitkom.org Bitkom]) fordert, dass sich die öffentliche Hand bei der Entwicklung von E-Government-Anwendungen stärker an bestehenden Standards orientieren soll. Als wichtigste Standardisierungsorganisation für E-Business und E-Government habe das United Nations Centre for Trade Facilitation and Electronic Business (UN/CEFACT) das Datenmodell UN/CEFACT Core Components Technical Specification (CCTS) und das Prozessmodell UN/CEFACT Modeling Methodology (UMM) verabschiedet.
Hintergrund der Bitkom-Forderung ist, dass mittlerweile rund 1.000 verschiedene XML-Dialekte den Datenaustausch erschweren. Auf diese Weise steigen auch die Kosten bei der Entwicklung, da die Programmierer nicht auf vorgefertigte Code-Bausteine zurückgreifen können, betont Bitkom-Geschäftsführer Peter Broß. Broß wünscht sich von den deutschen Behörden mehr Engagement bei den internationalen Standardisierungsbehörden, um den hierzulande entwickelten Lösungen wie beispielsweise der Adressdarstellung X-Meld einen internationalen Markt zu erschließen. (heb)