Kommentar: Apple leakt sich diesmal selbst

Zum Jahreswechsel wurden diverse interne Informationen von Apple bekannt. Was bedeutet das fĂĽr das Produktjahr 2026?

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Apple-Logo als Geschenk

Apple-Logo als Geschenk: 2026 dĂĽrfte Einiges los sein.

(Bild: Apple / Bearbeitung: heise medien)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Geheimhaltung gehört zu Apples DNA. Was der Konzern in Cupertino für die nächsten Monate plant, erfährt man eigentlich nur kleckerweise durch gut informierte Analysten. Doch kurz vor dem Jahreswechsel legte Apple selbst ungewollt die Karten offen. Ein versehentlich veröffentlichtes Kernel Debug Kit enthielt diverse Codenamen und Prozessordetails zu kommenden Produkten. Und das Blatt, das der Konzern da auf der Hand hält, deutet auf einige der spannendsten Hardwareprodukte seit Langem hin.

Dass sich im Code der Hinweis auf ein iPhone 18 Pro findet, ist zunächst keine Überraschung. Das gilt im Rahmen der jährlichen Updates selbstverständlich als gesetzt, ebenso eine Apple Watch Series 12 und neue MacBook Airs mit M5-Chip. Dessen Varianten M5 Pro und M5 Max dürften alsbald in die MacBook Pros einziehen, wohl auch auf dem Desktop in den Mac mini und den Mac Studio, eventuell gar als M5 Ultra.

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Im Code fanden sich Hinweise auf ein schnelleres Einsteiger-iPad sowie ein frisches iPad Air mit M4. Beim betagten Apple TV 4K hatten viele noch 2025 auf ein Update spekuliert, laut Codeschnipsel können wir bald damit rechnen. Gleiches gilt für das Studio Display, das mit HDR und 120-Hertz-Technik einen Schritt nach vorn machen könnte.

Ein Kommentar von Holger Zelder
Ein Kommentar von Holger Zelder

Holger Zelder schreibt seit 2016 für Mac & i. Neben Apple-Hardware von den AirPods bis zur Watch beschäftigt sich der Medienwissenschaftler mit Themen wie 3D-Modellierung, Smart Home und Sicherheit. Auch das Recht auf Reparatur und dessen Hintergründe gehören zu seinen Spezialgebieten.

Schon alleine diese Neuerungen werden für Luftsprünge sorgen, doch steht noch mehr Spannendes auf der Agenda: Neben den M5-Chips ist bereits von MacBook Pros mit M6 die Rede. Glaubt man den flankierenden Gerüchten, steht für die Notebooks ein großes Redesign bevor, mit OLED-Display, ohne störende Notch, vielleicht sogar mit Touchscreen. Vermutlich müssen sich die Käufer dafür aber noch länger gedulden.

Deutlich eher könnte ein Einstiegs-MacBook mit iPhone-Chip erscheinen – womöglich schon in der ersten Jahreshälfte. Ob der Hersteller den Preis wirklich so niedrig ansetzt, während weltweit die Kosten für Speicher explodieren, bleibt indes abzuwarten; gemunkelt werden weniger als 1000 US-Dollar.

Offensichtlich hat Apple auch das Smart Home noch nicht ganz vergessen. So lieferte der Code Hinweise auf neue Home-Hubs und einen ominösen Tischroboter. All das könnte Siri zusammen mit einer überarbeiteten Apple Intelligence ein Comeback bescheren.

Selbst wenn sich der eine oder andere Start verzögert, hat Apple statt nur eines einzigen „one more thing“ einige Asse im Ärmel. Freuen wir uns auf eines der hoffentlich aufregendsten Hardware-Jahre.

Dieser Kommentar erschien zuerst als Editorial in Mac & i 1/2026 – jetzt frisch am Kiosk und im heise shop.

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(bsc)