Google und Microsoft starten plattformübergreifende Videokonferenzen

Die Videokonferenz-Hardware von Google und Microsoft ist fortan interoperabel. Auf einige Funktionen müssen Nutzer jedoch verzichten.

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Konferenzraum mit Teilnehmern am Tisch sitzend, Bildschirm an der Wand mit weiteren zugeschalteten Teilnehmern

(Bild: insta_photos / Shutterstock.com)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Google und Microsoft erlauben künftig über ihre Videokonferenzsysteme die wechselseitige Teilnahme an Online-Meetings des jeweils anderen Anbieters. Konkret sind somit Videokonferenzen zwischen den ChromeOS-basierten Google-Meet-Geräten und Microsoft Teams Rooms mit Windows möglich. Bislang waren die Meeting-Plattformen beider US-Unternehmen jeweils nur mit Zoom und Cisco Webex interoperabel.

Google startet mit der Bereitstellung des Updates sowohl im Rapid Release als auch im Scheduled Release am 16. Februar 2026. Bis Anfang März soll die neue Funktion für alle Kunden von Google Workspace verfügbar sein. Sie ist standardmäßig aktiviert, lässt sich aber von Administratoren auf der Organisationsebene deaktivieren. Die Option soll in der Admin-Konsole spätestens ab dem 6. Februar 2026 verfügbar sein, wie Google in seinem Workspace-Blog mitteilte.

Um an Konferenzen von Google-Meet-Hardware teilnehmen zu können, setzt Microsoft ein aktives Ressourcenkonto mit einer Pro-Lizenz für Teams Rooms voraus. Auf dem Konferenzsystem muss zudem Teams Rooms on Windows in der Version 5.2 oder höher installiert sein. Es lassen sich maximal vier Single-Stream-Kameras nutzen, sofern ein Intel-Prozessor ab der 12. Generation verbaut ist. Für zwei oder drei Kameras ist eine Intel-CPU ab der 9. Generation erforderlich. Multi-Stream-Kameras werden nicht unterstützt.

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Vollständig kompatibel sind beide Dienste jedoch nicht. Kunden müssen auf einige Funktionen verzichten. So ist es seitens Google nicht möglich, während der Meetings Chatnachrichten zu versenden oder das Layout der Konferenzteilnehmer anzupassen. Ebenfalls gibt es keine Unterstützung für die Verwendung mehrerer Bildschirme. Auch Präsentationen auf per HDMI angeschlossenen Drittgeräten lassen sich nicht übertragen.

(sfe)