Patchday Android: Treiberlücke gefährdet Pixel-Smartphones
Diesen Monat hält sich Google mit Android-Sicherheitsupdates zurück, dafür verteilt Samsung mehrere Patches.
Google Android-Bugdroid vor Schloss-Symbol.
(Bild: Primakov/Shutterstock.com)
Am Patchday im Februar hat Google nur ein Sicherheitsupdate für seine Pixel-Serie veröffentlicht. Nutzen Angreifer die Lücke erfolgreich aus, können sie sich höhere Rechte verschaffen.
Patchday ohne Patches? Nicht ganz ...
Offensichtlich stuft Google diesen Monat keine Android-Schwachstelle als besonders bedrohlich ein. Dementsprechend finden sich in der Februar-Sicherheitsmitteilung keine Hinweise auf Sicherheitspatches. Seit Juli 2025 schließt Google monatlich ihrer Einschätzung nach nur noch sehr gefährliche Lücken. Die verbleibenden Updates werden seitdem quartalsweise verteilt. Kommenden Monat wird es dann wahrscheinlich wieder mehr Updates geben.
Eine Schwachstelle (CVE-2026-0106 „hoch“) findet sich dann aber doch in einer Warnmeldung für Pixel-Geräte. Die Lücke betrifft den VPU-Treiber und nach erfolgreichen Angriffen verfügen Angreifer über höhere Nutzerrechte. Weitere Informationen zur Lücke sind derzeit nicht verfügbar. Wer ein noch im Support befindliches Pixel-Smartphone besitzt, sollte sicherstellen, dass das Patch-Level 2026-02-05 installiert ist.
Patchdays anderer Hersteller
Neben Google versorgen auch andere Hersteller wie Oppo und Samsung regelmäßig ausgewählte Geräte mit Sicherheitspatches. Diesen Monat hat etwa Samsung mehrere mit dem Bedrohungsgrad „hoch“ eingestufte Schwachstellen geschlossen. So können etwa Angreifer mit physischem Zugriff auf ein Smartphone unter Android 14, 15 und 16 eigene Befehle ausführen (CVE-2026-20980).
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Besitzer von Androidgeräten des Herstellers sollten in den Einstellungen prüfen, ob das Sicherheitspatchpaket zum Download steht und es installieren. Bislang gibt es keine Berichte, dass Angreifer bereits an Schwachstellen ansetzen.
(des)