Neuer Qualitätschef: Microsoft treibt Umbau nach Windows-11-Kritik voran
Zuletzt kritisierten Nutzer Microsoft wegen zahlreicher Bugs in Windows 11. Jetzt bekommt der Konzern einen Qualitätsbeauftragten.
(Bild: bluestork / Shutterstock.com)
Microsoft hat mit Charlie Bell künftig einen Beauftragten für technische Qualität. Das gab CEO Satya Nadella in einem internen Memo bekannt, das er ebenfalls im unternehmenseigenen Blog veröffentlichte. Bell war bislang als Sicherheitsdirektor für Microsoft tätig. Auf seine vakante Position rückt Hayete Gallot, die zuletzt als Präsidentin für Customer Experience bei Google Cloud arbeitete. Gallot kehrt damit zu Microsoft zurück, wo sie zuvor über 15 Jahre in leitenden Rollen für Windows und MS Office tätig war. Beide berichten direkt an Nadella.
Microsoft will „Kernprioritäten“ stärken
Mit der Umstrukturierung will Nadella die Qualität und Sicherheit der Produkte verbessern. Es handele sich dabei um zwei der Kernprioritäten des Unternehmens. Die Umstrukturierung betrachtet er als eine Fortsetzung von Microsofts „Initiative für herausragende Qualität“. Mit ihr habe der Konzern seine Transparenz erhöht und erreiche technische Ziele schneller, um weltweit langlebige und hochwertige Leistungen zu bieten, schreibt der Microsoft-Chef im Blog-Beitrag.
Erst kürzlich räumte der US-Konzern nach anhaltender Kritik von Nutzern ein, dass Windows 11 nicht den eigenen Ansprüchen genüge – Nutzer klagten unter anderem über Remote-Desktop-Verbindungsabbrüche, einen duplizierten Task-Manager und Fehler im Dark Mode. Schließlich richtete Microsoft sogenannte Swarm-Teams ein, die die schwerwiegendsten Probleme zeitnah beseitigen sollen. Nach der Fehlerbehebung sollen sie Engpässe des Systems erkennen und die Performance von Windows 11 erhöhen. Konkrete Zeitpläne für künftige Updates gibt es nicht. Die geringe Wechselbereitschaft zeigt sich auch in den Zahlen: In Deutschland läuft auf fast jedem zweiten privaten Windows-PC noch Windows 10.
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Nutzer bekommen mehr KI
Auf die bei vielen Nutzern unbeliebten KI-Funktionen ging Microsoft bislang nicht ein. Stattdessen stattete das Unternehmen im Insider-Programm von Windows 11 zuletzt weitere Systemtools mit KI-Features aus. Auch CEO Nadella selbst sprach sich auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos zuletzt weiter für den Einsatz von künstlicher Intelligenz aus und meinte, dass KI die Produktivität verbessere und Mehrwerte schaffe.
(sfe)