„Mario Tennis Fever“ angespielt: Bum Bum Brothers
Super Marios Tennissaga geht in eine neue Runde, dieses Mal exklusiv auf der Nintendo Switch 2. Und hat so viel spaßiges Chaos im Gepäck wie eh und je.
(Bild: Nintendo)
Dem Berufsberater von Super Mario dürften so langsam die Vorschläge ausgehen. Denn im Laufe der letzten 40 Jahre war der gelernte Klempner unter anderem Arzt, Rennfahrer, Koch, Maler, Fußballer, Komponist, Raumschiffpilot, Breakdancer, multitalentierter Olympionike – und auch Tennisprofi. Ganz am Anfang (also beim 1984er „Tennis“ auf dem NES) nur als Schiedsrichter, danach auf vielen unterschiedlichen Nintendo-Systemen selbst als Schlägerschwinger. Und jetzt in „Mario Tennis Fever“ erstmals auch auf der Switch 2.
You give me fever
Wer mit dem grundsätzlichen Aufbau der Tennisspiele im Marioversum vertraut ist, den erwarten auch bei „Mario Tennis Fever“ erst einmal keine Überraschungen: 38 Figuren (von denen die Hälfte von Anfang an zur Verfügung steht, und die andere Hälfte erst freigeschaltet werden muss) stehen sich einzeln oder im Doppel auf zum Teil sehr abenteuerlichen Tennisplätzen gegenüber und kloppen kleine Filzbälle hin und her. Es gibt unterschiedliche Schläge wie Topspin, Slice oder Lob, die sehr leicht auszulösen sind. Außerdem warten noch Spezialmanöver, die etwas Würze auf den Court schmettern. Man kennt es.
„Mario Tennis Fever“ (12 Bilder)

heise medien
)Was man nicht kennt, sind die titelgebenden „Fever-Schläger“. Denn in „Mario Tennis Fever“ gibt es keine charakterspezifischen „Ultra“-Angriffe mehr. Stattdessen hat man die Wahl unter schlussendlich 30 Spezialschlägern, die erheblichen Einfluss auf den Spielverlauf haben: Der eine setzt einen Teil des Spielfelds in Flammen, der andere verwandelt es in eine schlidderige Eisoberfläche. Mal zaubert er rotierende Feuerbälle auf den Platz, mal eine bissige Piranhapflanze. Mal watet man auf einmal durch die Sicht verkleisternden Matsch, mal drehen Wirbelstürme ihre Runden und lenken den Ball ab.
Jeder „Fever-Schläger“ verfügt über einzigartige Effekte, die den Verlauf einer Partie genauso stark beeinflussen können wie der normale Schlagaustausch. Was auch der Grund dafür ist, dass man sie nicht pausenlos benutzen darf: Erst wenn sich durch reguläre Ballwechsel die „Fever-Leiste“ auffüllt, darf die jeweilige Spezialattacke ausgelöst werden. Und selbst dann ist ihre Wirkung nicht garantiert, denn der Gegner kann den „Fever Shot“ parieren und macht dann im schlimmsten Fall seinem ursprünglichen Absender ordentlich Feuer unterm Hintern.
Das Abenteuerproblem
Wer „Mario Tennis Fever“ unbedingt allein spielen möchte, erhält von Nintendo ein ganzes Hauptmenü voller Möglichkeiten: Man darf sich in immer kniffligeren Turnieren austoben (wobei die aus „Super Mario Bros. Wonder“ bekannte Laberblume als Kommentator zum Einsatz kommt), es warten „Missionstürme“ und der „Spezial-Mix“ mit anspruchsvollen Einzel-Herausforderungen. Und dann gibt es auch noch den serientypisch obligatorischen „Abenteuer-Modus“, der sich dieses Mal um eine erkrankte Prinzessin Daisy und die Verwandlung der üblichen Verdächtigen in Babys dreht. Die dann halt Tennis spielen.
Das Ganze ist zu Beginn (also in den ersten zwei, drei Stunden) vor allem ein sehr ausgewalztes und eher anspruchsloses Tutorial, eine Ansammlung von Minigames und Übungsmatches, um die eigenen Spielerwerte wie in einem Rollenspiel nach oben zu kurbeln. Später (wenn der Spieler die Tennisakademie verlassen darf) wird tatsächlich noch eine Art Abenteuer daraus – aber bis es endlich so weit ist, dürften die meisten Spieler wohl schon lautstark schnarchen.
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Das eigentliche Fleisch des Spiels wartet mal wieder im Multiplayer-Modus, in dem sich bis zu vier Tennisfreunde austoben dürfen, lokal oder online, in Ranglisten- oder Freundschaftsspielen. Die Steuerung ist dabei so unkompliziert wie nur möglich gehalten – wer möchte, darf sogar im „Realmodus“ den Joycon wie einen klassischen Schläger schwingen.
Großer Spaß, vor allem mit Freunden
„Mario Tennis Fever“ hält für Kenner der Serie an sich nicht viele Überraschungen bereit: Der Kern des Spiels ist mal wieder eine absolut solide Tennis-Simulation, angereichert um das typische Mario-Sportchaos, das vor allem von den ebenso abwechslungsreichen wie wunderbar unterhaltsamen „Fever-Schlägern“ ausgeht.
Das Ganze ist auch für Einsteiger gut geeignet und läuft vor allem im Multiplayer-Modus zur Hochform auf. Das Solo-Erlebnis ist dagegen kurzlebig: Der Adventure-Modus ist ziemlich vergessenswert, Herausforderungstürme und Standard-Turniere halten einen auch nicht sehr lang beschäftigt.
„Mario Tennis Fever“ ist seit dem 12. Februar 2026 für Nintendo Switch 2 verfügbar. Die UVP liegt bei 69,99 Euro, die Altersfreigabe bei 6 Jahren.
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(dahe)