Lexmark verdient wieder mehr

Das Unternehmen sieht sich durch Restrukturierung und Stellenabbau auf dem richtigen Weg. Von den weiteren Aussichten zeigten sich die Analysten allerdings enttäuscht.

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Druckerhersteller Lexmark hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres bei leicht gestiegenem Umsatz mehr Gewinn gemacht. Das Unternehmen setzte 1,23 Milliarden US-Dollar um und erzielte damit einen Gewinn von 85,6 Millionen US-Dollar oder 0,85 US-Dollar pro Aktie. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte Lexmark 70,2 Millionen US-Dollar oder 0,59 US-Dollar pro Aktie bei einem Umsatz von 1,21 Milliarden US-Dollar ausgewiesen.

Das Unternehmen sieht sich durch Restrukturierung und Stellenabbau auf dem richtigen Weg. Konnte Lexmark die Analysten mit den Quartalszahlen noch überraschen, zeigen sich die Experten angesichts der Vorhersage allerdings enttäuscht. Der Umsatz soll bis zum Jahresende nicht wesentlich wachsen, das Ergebnis pro Aktie werde zwischen 70 und 80 Cent liegen. Ohne Berücksichtigung der Restrukturierungskosten seien es etwa 10 Cent pro Aktie mehr. Analysten hatten mit etwas mehr gerechnet.

Deie Zurückhaltung bei der Prognose begründet Lexmark mit der Anpassung der Strategie. Der Hertsteller will sich mehr um kleine und mittelständische Unternehmen kümmern und das Engagement auf dem Consumer-Markt zurückfahren. Lexmark will keine Billigst-Tintenstrahler mehr verkaufen, sondern mehr Laserdrucker und und integrierte Systeme, die faxen, drucken und kopieren. Bei Billigdruckern rechnet Lexmark mit einem Rückgang um 20 Prozent. Das ist nicht ohne Risiko: Weniger Drucker bedeutet auch weniger Kunden für Nachfülltinte. Die teuren Ink-Refills sind wesentlicher Teil des Geschäftsmodells. (vbr)