Sofortige Analysen für Ärzte und Ermittler

Die Massen-Spektrometrie ist ein wichtiges Verfahren, um Proben auf die darin enthaltenen Substanzen zu untersuchen. Bisher ist sie nur im Labor einsetzbar -- aber das soll sich jetzt ändern.

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Von
  • Sascha Mattke

Ein neues Verfahren vereinfacht die Anwendung von Massen-Spektrometrie zur Identifizierung unbekannter Substanzen deutlich. Dadurch könnte die Entwicklung von Medikamenten beschleunigt, die Versorgung von Verletzten beschleunigt und die Arbeit von Ermittlungsbehörden erleichtert werden. Das berichtet Technology Review aktuell.

Bislang konnte Massen-Spektrometrie nur in gut ausgerüsteten Labors oder mit langwierigen Vorbereitungen der Proben eingesetzt werden -- eines der Probleme dabei ist, dass die Proben ionisiert, also elektrisch geladen werden müssen. Diesen Effekt erzeugt der analytische Chemiker R. Graham Cooks von der Purdue-Universität in den USA nun auf neuartige Weise: Auf die zu analysierende Oberfläche wird mit Druck eine elektrisch geladene Flüssigkeit gesprüht. Dadurch werden unsichtbar kleine Stückchen von der Oberfläche abgetrennt und zugleich geladen.

Damit das Verfahren wirklich direkt vor Ort eingesetzt werden kann, entwickelt Cooks' Gruppe parallel einen tragbaren Massen-Spektrometer. Damit könnten etwa Polizisten einen Tatort oder einen Verdächtigen untersuchen, ohne Proben ins Labor schicken und lange auf Ergebnisse warten zu müssen; auch die Untersuchung kompletter Koffer auf Sprengstoff-Spuren würde möglich. Rettungskräfte könnten künftig sofort feststellen, welche Medikamente oder sonstigen Substanzen sich im Körper eines Verunglückten befinden.

Siehe dazu in Technology Review aktuell: (sma)