Sage will norwegischen Konkurrenten übernehmen
Mit dem Kauf von Visma strebt der zweitgrößte europäische Softwarehersteller die Marktführerschaft im Geschäft mit kleinen und mittleren Unternehmen im skandinavischen Raum an.
Die britische Sage-Gruppe will den norwegischen Konkurrenten Visma für umgerechnet 483 Millionen Euro (334 Millionen Pfund) kaufen. Mit der bislang größten Akquisition der Unternehmensgeschichte strebt der zweitgrößte europäische Softwarehersteller die Marktführerschaft im Geschäft mit kleinen und mittleren Unternehmen im skandinavischen Raum an. Den Visma-Aktionären sollen 125 norwegische Kronen (rund 16 Euro) je Anteil geboten werden, teilte das Unternehmen am Mittwoch in London mit. Dies sei ein Aufpreis von 19 Prozent zum Durchschnittskurs der vergangenen 20 Handelstage.
Der Zukauf stehe im Einklang mit der Strategie, geografisch zu wachsen, erklärte Sage-Chef Paul Walker. Visma hat derzeit rund 200.000 Kunden und kam im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von umgerechnet 240 Millionen Euro. Der operative Gewinn vor Abschreibungen stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 20 Prozent auf 32 Millionen Euro. Die Sage-Gruppe wies für das Geschäftsjahr 2005 einen Konzernumsatz in Höhe von 1,15 Milliarden Euro (plus 14 Prozent) und einen Vorsteuergewinn von 304 Millionen Euro aus. (pmz)