Perplexity AI: Agentische KI in der Sandbox mit 19 Modellen
Perplexity AI stellt mit „Perplexity Computer“ eine neue agentische KI-Plattform vor, die KI-Modelle in einer sicheren Cloud-Sandbox orchestriert.
(Bild: Perplexity AI)
OpenClaw hat es vorgemacht – im Positiven wie im Negativen: Die entfesselte agentische KI zeigt, wie sich viel mehr Nutzen aus so einem Assistenten ziehen lässt, wenn man ihm mehr Daten an die Hand gibt. Andererseits zeigte das katastrophale Sicherheitskonzept, welche Gefahren dahinter schlummern. Jetzt hat Perplexity AI mit Perplexity Computer etwas vorgelegt, das eine Brücke schlagen soll zwischen den Vorzügen verschiedener KI-Modelle und den erweiterten Möglichkeiten, die Tools wie Claude Cowork bieten, die erweiterten Dateizugriff erhalten. Und gleichzeitig soll Perplexity dabei aber viel sicherer sein, weil alles cloudbasiert in einer Sandbox stattfindet, die wie ein eigenständiger Computer funktioniert.
Für die KI-Firma, die sich vor allem mit ihrer Suchfunktion einen Namen gemacht hat, ist dieser Schritt ein großer. Perplexity AI bezeichnet es als „Personal Computer von 2026“. Man habe klammheimlich am nächsten großen Ding gearbeitet. Zunächst steht Perplexity Computer nur Abonnenten des teuersten Max-Tarifs zur Verfügung, der 200 US-Dollar pro Monat kostet. Pro- und Enterprise-Nutzer sollen aber bald folgen. Eine App-Version gibt es nicht.
19 verschiedene KI-Modelle
Perplexity Computer orchestriert insgesamt 19 verschiedene KI-Modelle von unterschiedlichen Anbietern. Aufgaben sollen dynamisch zugewiesen werden. So ist im Grundzustand Claude Opus 4.6 für die Orchestrierung und Coding-Aufgaben zuständig, Gemini erledigt Deep Research, Grok kommt für kleine Aufgaben zum Einsatz und GPT-5.2 für solche mit größerem Kontext. Nutzer können diese Zuweisungen nach ihrem Belieben verändern. Perplexity AI kündigt über 400 App-Integrationen an. Ein lokaler Systemzugriff ist jedoch nicht vorgesehen.
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Damit sucht Perplexity sein Wohl in der Rolle des agentischen Vermittlers. Nutzer sollen sich nicht mit den Feinheiten des Promptings für verschiedene Modelle beschäftigen müssen. Gleichzeitig ist das Versprechen, dass die Nutzung verschiedener Modelle anstelle von nur einem zu besseren Ergebnissen führt. Nutzer können die KI zudem sich selbst überlassen. Workflows könnten Stunden, Wochen oder theoretisch gar Monate autonom laufen, ohne dass der Nutzer eingreifen müsse.
Token-basierte Abrechnung
Wie bei OpenClaw, dessen Autonomie schnell für hohe Rechnungen sorgt, hat so ein massiver KI-Einsatz auch im Falle von Perplexity Computer seinen Preis. Mit den Pauschalgebühren ist es deshalb beim neuen Dienst nicht länger getan. Erstmals rechnet Perplexity zusätzlich in Token ab. Max-Nutzer erhalten 10.000 Credits pro Monat inklusive. Zum Start gibt es 20.000 obendrauf, die nach 30 Tagen verfallen. Und Nutzer sollen Ausgabelimits einstellen können, damit die Kosten nicht explodieren.
(mki)