Wie vor 25 Jahren eine „illegale“ Primzahl entstand
DVDs, Gerichtsurteile, Festnahmen, Raubkopierer und eine verbotene Zahl: Die Geschichte hinter der ersten illegalen Primzahl und wie man solche Zahlen erstellt.
(Bild: Jessica Nachtigall / KI / heise medien)
Die Maschine surrt, brummt und piept beim Hochfahren, der Monitor im vertrauten 4:3-Format leuchtet auf und zeigt auf schwarzem Grund den erfolgreichen Memory-Test an; oben rechts prangt das Logo von Energy Star. Ein Schluck aus der Limonadendose und warten, dass Windows 98 bootet. Vor der Tastatur liegt eine DVD von „The Big Lebowski“, die abgespielt werden soll.
Es ist das Jahr 2001. Gebrannte DVDs, beschriftet mit einem Folienstift, machen die Runde. Möglich macht es das Programm DeCSS, das den Kopierschutz von DVDs aushebelt.
- Um die Jahrtausendwende herum untersagten US-Gerichte die Verbreitung des DeCSS-Codes, mit dem man den Kopierschutz von DVDs umgehen konnte.
- Als Protest erschuf vor fast genau 25 Jahren Phil Carmody eine Primzahl, die – übersetzt in Code – DeCSS ergab. Mathematik zu verbieten, verbot sich.
- Um zu verstehen, wie das funktioniert, zeigen wir, wie man solche Zahlen konstruiert.
Programme wie DeCSS waren in den USA laut dem Digital Millennium Copyright Act (DMCA) verboten, sowohl die Verbreitung des Codes als auch teilweise der Besitz. Infolgedessen gelangte das Programm auf kreative Art und Weise in Umlauf, unter anderem als eine Primzahl. Um zu verstehen, wieso sie heute als die erste „illegale“ Primzahl gilt, müssen wir ganz von vorn anfangen.
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