Ricoh hat ausgebrannt (Update)

Der japanische Laufwerkshersteller Ricoh zieht sich aus der Bauteilproduktion von CD- und DVD-Brennern zurück.

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Der japanische Laufwerkshersteller Ricoh zieht sich aus der Produktion von Bauteilen für CD- und DVD-Brenner zurück. Der ehemalige Pionier der DVD+RW-Brenner wirft wegen des ruinösen Preiskampfs und sinkender Verkaufszahlen das Handtuch. Laut Ricoh sank der Nettogewinn im Zeitraum von April bis September 2004 um 15,2 % gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr 35,8 Milliarden Yen (265 Millionen Euro). Der Umsatz sank im gleichen Zeitraum um 1,4 % auf 878 Milliarden Yen (6,5 Milliarden Euro). Für das aktuelle Geschäftsjahr, das am 31. März 2005 endet, rechnet Ricoh mit einem Gewinneinbruch von 7,4 % auf 85 Milliarden Yen (630 Millionen Euro).

Ricoh will aber weiterhin CD- und DVD-Brenner unter dem eigenen Label verkaufen, nur dass diese von anderen Herstellern produziert werden. So verbirgt sich hinter dem aktuellen 16X-Modell MP5316DA ein Laufwerk von NEC.

Derweil will sich der Konzern auf sein Kerngeschäft mit Rohlingen konzentrieren und stellte erst kürzlich eine neue Sorte von DVD+R-DL-Medien vor. Da die neue Herstellungstechnik bisher nur wenige Produzenten beherrschen, lassen sich hier noch recht hohe Gewinne erzielen.

Noch nicht entschieden haben sich die Japaner bezüglich der möglichen DVD-Nachfolger Blu-ray Disc und HD DVD. Man wolle für diese lukrativen Neuentwicklungen womöglich Laufwerkskomponenten und Medien produzieren, sagte Firmensprecher Satoshi Aoki in einem Interview. (hag)