Custom-ROM aus Deutschland: VollaOS im Test

Auch unter Custom-ROMs ist VollaOS ein Exot. Es hat ein einzigartiges, ablenkungsfreies Bedienkonzept und wartet mit einer Dual-Boot-Funktion auf.

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Inhaltsverzeichnis

Ein Exot unter Exoten: VollaOS ist selbst unter Android-Custom-ROMs eine Ausnahmeerscheinung. Wie andere Custom-ROMs verspricht es eine größere Unabhängigkeit von Google und anderen US-Herstellern. Im Unterschied zu den meisten anderen alternativen Androids entfällt allerdings der Installationsaufwand: Das deutsche Unternehmen Volla Systeme GmbH verkauft Smartphones mit vorinstalliertem VollaOS.

Das tun Szenegrößen wie Murena oder iodé zwar auch, doch dabei handelt es sich in der Regel um Smartphones, die man alternativ auch einfach mit dem normalen Google-Android kaufen kann. Man kann im Umkehrschluss diese Custom-ROMs also auch selbst aufspielen, wenn man ein paar Euro sparen möchte und die Installation nicht scheut. Volla dagegen hat eine eigene Palette Smartphones im Sortiment. Und das Betriebssystem gibt es auch nicht als Download. Das Unternehmen hat zwar den Quellcode veröffentlicht, doch Images für andere Smartphones haben wir nicht gefunden. VollaOS lässt sich also nicht einfach auf ein vorhandenes Smartphone aufspielen; die Hardware, die das Unternehmen verkauft, gehört zum Gesamtpaket. Wir haben uns beispielhaft am 700 Euro teuren Volla Phone Quintus angeschaut, wie sich VollaOS im Alltag schlägt.

Rund um Smartphones

Zunächst allerdings werfen wir einen Blick auf die Anpassungen, die VollaOS am regulären Android vornimmt. Denn die gelten, egal welches Volla-Smartphone man kauft. Der Einrichtungsprozess ist im Handumdrehen erledigt und unterscheidet sich nicht groß von dem fürs herkömmliche Android, nur die Anmeldung am Google-Konto entfällt. Optional ist die Aktivierung der microG-Dienste. Diese bilden quelloffen die Google-Play-Dienste nach und sind Voraussetzung, dass einige Apps korrekt laufen, auch solche, die nicht von Google stammen. So gelangen dann doch wieder ein paar Datenbrocken an Google, aber deutlich weniger als mit Stock-Android.

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