Kurz erklärt: Minimum Viable Company
Kommt es zum Cybervorfall, kann das Unternehmen mit dem Prinzip des MVC im Idealfall seinen Geschäftsbetrieb aufrechterhalten oder schnell wieder aufnehmen.
- Guido Grillenmeier
Beinahe täglich werden kritische Cyberangriffe bekannt, mit denen Firmen lahmgelegt werden. Wie sollten sich Organisationen also vorbereiten, die Geschäftskontinuität und die Wiederherstellungsfähigkeit stärken, um auch während eines größeren Angriffs wichtige Dienste am Laufen zu halten? Die Planung einer Minimum Viable Company (MVC) kann hier ein wichtiges Überlebenselement sein. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff „minimal funktionsfähiges Unternehmen“, und das hilft schon, den groben Sinn des Ganzen zu verstehen, auch wenn das englische Original verbreiteter ist. Abgeleitet ist die MVC vom MVP, dem Minimal Viable Product, einem Begriff aus der Start-up-Welt, der ein gerade so nutzbares Produkt bezeichnet, das dazu dient, Feedback zu sammeln oder Marktpositionen schnell zu besetzen.
Im Grunde ist es ganz einfach. Man muss sich bei der Planung der eigenen MVC die Frage stellen: Welche IT-Systeme und -Dienste benötigt ein Unternehmen bei einem Totalausfall zwingend, damit es eine Chance hat, zu überleben beziehungsweise schnellstmöglich wieder auf die Beine zu kommen? Sprich, es gilt, das Kerngeschäft auszumachen, das erforderlich ist, um die wichtigsten Dienstleistungen zu erbringen und SLAs nach einem größeren Cybervorfall einzuhalten.
Ein Unternehmen hat nicht selten Hunderte Geschäftsapplikationen und Dienste, die für den Normalbetrieb relevant sind. Doch nur ein Bruchteil dieser IT-Ressourcen ist ein kritischer Teil des Kerngeschäfts. Das Gleiche gilt für das Personal, das sie betreibt. Hier ist die Geschäftsführung gefragt, gemeinsam mit den Applikationsverantwortlichen die richtige Auswahl zu treffen. In dem Fall ist weniger mehr.
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