Medienanstalten: Regionalprogramme beim Digitalisieren beachten

Die Landesmedienanstalten befürchten, dass die Einspeisung regionaler Fenster in laufende Fernsehprogramme aus Kostengründen wegfallen könnte; die Programme seien aber unverzichtbar für die öffentliche Meinungsbildung und -vielfalt.

vorlesen Druckansicht 83 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • dpa

Die Landesmedienanstalten haben die Netzbetreiber aufgefordert, die regionalen und lokalen Programme auch bei der Digitalisierung des Kabels zu berücksichtigen. Sie befürchten, dass die Einspeisung regionaler Fenster in laufende Fernsehprogramme aus Kostengründen wegfallen könnte. Die Programme seien unverzichtbar für die öffentliche Meinungsbildung und -vielfalt, sagte Thomas Koch, der Vorsitzende der Gesamtkonferenz der Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten (ALM), am Ende einer zweitägigen ALM-Konferenz in Stuttgart.

Die Landesmedienanstalten wollen in Zusammenarbeit mit den Netzbetreibern nach technisch und finanziell tragfähigen Lösungen suchen, die noch in diesem Jahr umgesetzt werden können. Die Einspeisung der regionalen und lokalen Fernsehprogramme ist nach ALM-Angaben aufwendiger als im bisherigen analogen Angebot.

Auf dem Treffen der ALM verlangte Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) einen häufigeren und damit intensiveren Informationsaustausch zwischen den Landesmedienanstalten und politischen Entscheidungsträgern. Die Politik müsse die Voraussetzungen schaffen, dass die deutschen Medienunternehmen auch international konkurrenzfähig bleiben. (dpa) / (jk)