Oracle vereinheitlicht Analysetools
Der Datenbankriese , mittlerweile auch Eigentümer der Softwarehäuser Peoplesoft und Siebel, hat das eigene und hinzu erworbene Know-how in einer Oracle Business Intelligence Suite zusammengefasst.
Der Datenbankriese Oracle, mittlerweile auch Eigentümer der Softwarehäuser Peoplesoft und Siebel, hat das eigene und hinzu erworbene Know-how in einer Oracle Business Intelligence Suite zusammengefasst. Die Software zur Analyse von Geschäftszahlen ist in drei Paketgrößen zu erhalten, die von der Enterprise Edition für 1500 US-Dollar je Benutzer über die Standard Edition für gut ein Viertel dieses Preises bis zur Standard Edition One zum Pauschalbetrag von 25.000 US-Dollar reichen. Letztere Variante ist aufgrund der vorgesehenen Benutzerzahlen wohl als das Einstiegsmodell geplant und soll frühestens in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt kommen. Alle drei Varianten enthalten laut Hersteller nicht nur schlanke, auch für Thin-Clients geeignete Frontends, sondern auch Schnittstellen, mit denen sie sich über Microsofts Desktoptools in Excel, Word, Outlook und Exchange integrieren lassen.
Oracle scheint mit seiner Analysesoftware insgesamt eine zweigleisige Strategie zu verfolgen: Einerseits propagiert das Unternehmen nach wie vor eigenständige, vorprogrammierte Anwendungen, die sich für unterschiedliche Benutzerrollen als Plug-ins in Unternehmens-IT-Landschaften einbinden lassen – ob diese nun von Oracle oder anderen Entwicklern stammen. Die Business Intelligence Suite setzt dagegen auf ein interaktives, personalisierbares "Intelligence Dashboard". Dessen Benutzer sollen im Voraus konzipierte Reports als Reaktion auf bestimmte Ereignisse erstellen lassen oder sich mit Ad-hoc-Abfragen über die Geschäftszahlen informieren können.
Das neue Produkt-Portfolio könnte umsetzen, was die Marktforscher von IDC (PDF) schon bei ihrer Unternehmensbeurteilung proklamiert haben. Danach könnte die angeschwollene Firma Oracle auf dem Markt für BI-Anwendungen deutlich mehr Umsatz, Entwicklungsdynamik und auch breitere Kundengruppen zustande bringen als dies der Datenbankspezialist und die übernommenen Softwareschmieden vor der von Oracle-Chef Ellison ausgelösten Fusionswelle zusammen geschafft haben. (hps)