Billiges Billing und Gratis-Roaming für WLAN-Hotspots

Die Neu-Isenburger Firma Maxina verspricht niedrige Kosten für Hotspot-Betreiber durch ihre Billing-Lösung.

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Für einen zweistelligen Euro-Betrag pro Monat soll jeder Hotspot mit einer Billing- und Roaming-Plattform verbunden werden können. Dies verspricht die Neu-Isenburger Firma Maxina von ihrem gleichnamigen Produkt. "Wir haben System und Kosten auf das Wesentliche reduziert, die Lösungen der Mobilfunker sind vollkommen übertrieben", sagte Geschäftsführer Hans-Peter Weecks zu heise online. "Bei Maxina fällt keine Umsatzbeteiligung an, die Ticketgewinne bleiben zu 100 Prozent beim Verkäufer. Der Hotspot-Betreiber kann seine Kunden nach Wunsch sekunden- und/oder bytegenau abrechnen, im Voraus oder im Nachhinein, und der gesamte Umsatz bleibt bei ihm." Damit würden deutlich niedrigere WLAN-Gebühren möglich, glaubt Weecks, weil sein System nur einen Bruchteil der bisher marktüblichen Billinglösungen koste. Der genaue Preis hängt von der Menge der Hotspots und deren Bandbreiten ab.

Der Hotspot-Betreiber generiert auf dem Maxina-System beliebige Zugangscodes (Tickets), deren Werte und Gültigkeitslimits frei wählbar sind. Die Enduser können ihre Zugangscodes an allen Hotspots des die Codes ausstellenden Maxina-Kunden verwenden. Sie werden nur alle fünf Minuten authentifziert, um zu verhindern, dass bei kurzzeitigen Timeouts die Sitzung nicht abbricht. Trotzdem wird byte- beziehungsweise sekundengenau abgerechnet. Der gesamte Traffic läuft über das Rechenzentrum von Maxina und kann zwischen Laptop und Rechenzentrum mit OpenVPN verschlüsselt werden. Zusätzlich kann der User etwa IPSec einsetzen.

Die Maxina-Lösung kann zentral von Weecks Firma gehostet werden, die so die Authentifizierung und Autorisierung der User übernimmt. Alternativ können Internet Service Provider (ISP) ein Maxina-System in ihrem eigenen Rechenzentrum installieren und ihren Kunden, die Hotspots betreiben möchten, direkt anbieten. Alle Hotspot-Betreiber, die dasselbe Maxina-System nutzen, können nach Wunsch untereinander roamen.

Ein "Hyper-Roaming" zwischen Hotspot-Anbietern, die auf unterschiedliche Maxina-Systeme zurückgreifen, ist in Vorbereitung und soll "zu geringsten Preisen" angeboten werden. Außerdem ist bei der Neu-Isenburger Firma eine Software in Vorbereitung, die den konfigurationslosen Zugang zum Internet über WLAN- und LAN-Anschlüsse verspricht und Teil der Maxina-Lösung sein wird. "Source Hardware Address Translation" (SHAT) lautet dafür das Zauberwort; die aktuelle Version wird dieser Tage im Sourcecode unter einer LGP-Licence zu Verfügung gestellt. (Daniel AJ Sokolov) / (anw)