GewinnrĂĽckgang bei TomTom
Im vergangenen Quartal konnte der Navigationsspezialist seinen Umsatz steigern. Unterm Strich machte dem Unternehmen der gegenüber dem Dollar schwächelnde Euro zu schaffen.
Der niederländische Hersteller von Navigationssystemen TomTom hat im dritten Quartal 375 Millionen Euro umgesetzt und damit 3 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Nettogewinn schrumpfte hingegen laut Mitteilung um 37 Prozent auf 19 Millionen Euro. Dabei ist das Ergebnis von dem im Berichtszeitraum gegenüber dem US-Dollar schwächelnden Euro beeinflusst worden, insbesondere durch die Kosten für den Einkauf von Komponenten für Navigationsgeräte.
Die Geschäfte mit Privatverbrauchern hätten sich relativ gut entwickelt, erläuterte TomTom-CEO Harold Goddijn. Im Consumer-Bereich erwirtschaftete TomTom mit 293 Millionen Euro so viel Umsatz wie ein Jahr zuvor. Im Bereich Automotive steigerte das Unternehmen seinen Umsatz von 28 Millionen auf 41 Millionen Euro.
In Europa, wo im vergangenen Jahr laut TomTom insgesamt 3,4 Millionen Navigationsgeräte abgesetzt wurden (gegenüber 3,8 Millionen im Vorjahr), beansprucht das Unternehmen einen Marktanteil von 48 Prozent gegenüber 45 Prozent im Jahr 2009. In Nordamerika sei der Marktanteil von 20 auf 25 Prozent gestiegen.
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen wie zuvor schon einen Umsatz und Gewinn je Aktie wie im Vorjahr; 2008 erzielte TomTom 1,48 Milliarden Euro Umsatz und einen Gewinn je Aktie von 0,47 Euro. Goddijn trat laut einem Bericht des Wall Street Journal Spekulationen entgegen, TomTom solle verkauft werden. (anw)