Einkaufspreise für DDR3-Speicher brechen ein
Der HEK für DDR3-Module fällt im 4-Wochen-Rückblick um bis zu 15 Prozent. Während es hier keine Lieferengpässe gibt, sind DDR2-Speicher weniger gut verfügbar. Entsprechend steigt der DDR2-HEK leicht an. Für einen Nachfrageschub sorgen die fallenden Preise bei Flash-Speichern.
Während DDR2-Speicherpreise leicht nach oben tendieren, liegt der Wertverlust bei DDR3-Modulen im zweistelligen Bereich.
Sowohl die Nachfrage als auch die Verfügbarkeit von Speichermodulen sind gegenwärtig generell gut. "Lieferschwierigkeiten und leicht steigende Preise gibt es aktuell nur bei DDR2, ansonsten sind die Preise relativ stabil", erklärt Marc-Florian Gerken, Senior Manager Components bei Ingram Micro Distribution. "Am besten verkaufen sich aktuell Speichermodule vom Typ DDR2-800 und DDR3-1333 mit jeweils zwei GByte." Der HEK für DDR2-800-Module mit zwei GByte liegt derzeit bei zirka 29 Euro. Für ein 4-GByte-Kit sind rund 58 Euro zu veranschlagen. Im Vergleich zur KW 39 Ende September sind die Kurse leicht angestiegen. Um 15 Prozent günstiger kaufen Fachhändler dagegen DDR3-1333-Speicher mit zwei GByte ein, die in der KW 42 ab knapp 25 Euro erhältlich sind. Ein 4-GByte-Kit ist nun bereits für unter 50 Euro erhältlich. "Aktuell erwarten wir für die nächsten Wochen keine massiven Veränderungen; die Verfügbarkeit sollte weitestgehend konstant bleiben", ergänzt Gerken. "Lediglich im DDR2-Bereich könnte sich die Verfügbarkeitssituation noch etwas zuspitzen."
Der durchschnittliche Angebotsspreis im Onlinehandel ist laut heise resale Preisradar seit der KW 39 um rund zehn Prozent gesunken und liegt nun bei 67,55 Euro. War bisher das 4-GByte-Kit G.Skill Ripjaws (DDR3-133) der im Preisradar meistgesuchte Speicher, so hat nun Kingston mit dem DDR3-1333 4-GByte-Kit ValueRAM PC3-10667U CL9 Rang 1 übernommen. Der niedrigste Preis der Kingston-Bausteine liegt bei zirka 55 Euro, die G-Skill-Speicher kosten etwas über 74 Euro.
Flash-Speicher: Absatz hoher Kapazitäten steigt
Der HEK für USB-Sticks (Markenware) ist seit Anfang September zwischen drei und 22 Prozent gefallen.
Das Geschäft mit Flash-Speicher läuft derzeit ebenfalls sehr gut. Die großen Bestellungen für das kommende Jahresendgeschäft sind bereits getätigt. "Bei den USB-Sticks sind die dominierenden Größen weiterhin vier und acht GByte, während bei den Speicherkarten zwei und vier GByte am stärksten nachgefragt werden", erläutert Christian Marhöfer, Geschäftsführer bei Kingston Technology Deutschland. "Nach unserer Einschätzung entscheiden sich Kunden, denen es um geringere Kapazitäten und einfache Datenspeicherung geht, allein nach dem Preis, während Kunden, die Wert auf Design, Geschwindigkeit oder Verschlüsselung legen, auch zu teureren Produkten greifen."
Die Anschaffungskosten für Flash-Speicher mit großen Kapazitäten sind noch relativ hoch, die Nachfrage nach teuren Flash-Medien nimmt aber langsam zu. "Die Bereitschaft eine Speicherkarte mit größerer Kapazität zu erwerben steigt, anstatt sich mit zwei oder mehreren Karten mit kleinerem Volumen zu begnügen", sagt George Linardatos, Geschäftsführer bei Transcend. "Der Dateninhalt lässt sich auf einer Karte leichter verwalten und die Preise je GByte werden zunehmend attraktiver. Verbunden mit einer sehr guten Verfügbarkeit im Handel ist hier eine Nachfrageverschiebung zu höheren Kapazitäten in Gang gesetzt worden, die sich sehr wahrscheinlich in den kommenden Wochen verstärkt", ist Linardatos überzeugt. "Die Nachfrage nach Flash-Speichern mit 16 und 32 GByte steigt stetig, nicht zuletzt aufgrund der kürzlich erfolgten Preissenkungen", bestätigt auch Ingram-Manager Gerken. "Des Weiteren erwarten wir, dass USB 3.0 der Nachfrage nach großen Kapazitäten neue Impulse geben wird."
Bei der Preisbeobachtung unterstützten uns:
Actebis Peacock
B.com Computer AG
CTT AG
Devil AG
Ecom GmbH
Ingram Micro GmbH
Der HEK für einen 32-GByte-Stick liegt momentan bei rund 39 Euro, eine SD-Karte dieses Typs kostet knapp 57 Euro. Für einen 64-GByte-Stick müssen Reseller zirka 110 Euro veranschlagen. Seit Anfang August sind die HEKs für 32-GByte-Sticks um 13 Prozent gefallen. 16-GByte sind um 18 Prozent günstiger geworden. "Das Design spielt nach unserer Einschätzung keine entscheidende Rolle", meint Transcend-Manager Linardatos. "Der Brand entscheidet hier über den Zuschlag bei der Kaufentscheidung der Endverbraucher ebenso wie die Extras, die der Hersteller gewährt. Dazu gehören unter anderem lange Garantiedauer, Software-Paket mit Sicherheits- und Backup-Applikationen." "Insbesondere das Thema Datensicherheit bei USB-Sticks in Unternehmen ist in den vergangenen Wochen in den Vordergrund getreten", berichtet Kingston-Manager Marhöfer. "Unserer Ansicht nach sollte das Thema Security durch Password und/oder Verschlüsselung auch bei Konsumenten eine größere Rolle spielen. Diese Argumente sollte der Fachhandel für das 'Upselling' parat haben." (map)