Adobe mit Gewinnrückgang und vorsichtiger Prognose

"Aufgrund der starken Nachfrage nach Acrobat und Lösungen für Kreativprofis" habe man ein Umsatzwachstum um 39 Prozent erreicht, der Gewinn ging bei Adobe aber stark zurück.

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Von
  • Jürgen Kuri

Der Grafiksoftwarespezialist Adobe hat nach der abgeschlossenen Übernahme von Macromedia mit sinkenden Gewinnen und einer vorsichtigen Prognose die Börsen überrascht. Die Reaktion bestand in einem anfänglichen Kursrückgang in den USA um teilweise bis zu 4 Prozent.

Zwar stieg der Umsatz von Adobe im ersten Quartal im Vergleich zum gleichen Quartal des vorigen Geschäftsjahrs um 39 Prozent auf 655,5 Millionen US-Dollar, vor einem Jahr waren darin allerdings die Umsätze von Macromedia noch nicht enthalten. Beim Nettogewinn dagegen verzeichnete Adobe durch die Kosten für Firmenübernahmen im Jahresvergleich einen Rückgang von 151,9 auf 105,1 Millionen US-Dollar (17 Cents pro Aktie). Rechnet man Sonderposten (etwa die Kosten für den Macromedia-Kauf) hinaus, erreichte Adobe einen Gewinn von 32 Cents pro Aktie – immerhin übertraf Adobe unter diesen Gesichtspunkten die Prognosen, die bei 29 Cents pro Aktie lagen.

Gleichzeitig verkündete Adobe, dass man im laufenden zweiten Quartal mit Umsatz und Gewinn unter den bislang formulierten Erwartungen der Analysten bleiben werde. Im Gesamtjahr allerdings bleibe man bei den bisherigen Prognosen; der Umsatz werde 2,7 Milliarden US-Dollar erreichen. Fritz Fleischmann, Geschäftsführer von Adobe Systems in Deutschland, bezeichnete das Ergebnis des ersten Quartals als "sehr gut", man habe es "aufgrund der starken Nachfrage nach Acrobat und unseren Lösungen für Kreativprofis" erreicht. (jk)