Microsoft-Forschung jenseits des PC
Ein Gerät, massenhaft Funktionen - dieses Prinzip lässt sich nach Ansicht von Microsoft Research in Zukunft nicht mehr halten.
"Für viele Menschen gilt, dass sie keine Lust haben, etwas zu besitzen, von dem sie erst lernen müssen, wie man es bedient." Das ist eine eigentlich recht banale Erkenntnis -- sie stammt aber von Andrew Herbert, Leiter der Microsoft-Forschungsabteilung im britischen Cambridge, und kann deshalb durchaus als wegweisend für den Softwarekonzern verstanden werden. Microsoft bereitet sich auf die Fragmentierung des PC in viele Einzelgeräte mit jeweils nur wenigen Funktionen vor. Das berichtet das Technologiemagazin Technology Review in seiner aktuellen Ausgabe.
Damit könnte ein Problem umgangen werden, das eng mit der Weiterentwicklung von Benutzerschnittstellen hin zu Sprach- und Gestensteuerung verbunden ist: Menschliche Verhaltensweisen sind oft irrational und vieldeutig, sodass sich daraus kein klarer Befehl für einen Computer ableiten lässt. Laut Herbert könnte die eindeutige Zuordnung einer Handlung beispielsweise darüber hergestellt werden, welches Gerät gerade benutzt wird. Das Betriebssystem würde in diesem Konzept über allem schweben, die Aktionen des Users interpretieren und die Ressourcen im System verteilen.
Siehe dazu in der aktuellen Ausgabe von Technology Review:: (sma)
- Der PC wird fragmentiert, Technology Review 11/2004, S. 11