US-Filmindustrie legt Streit mit Sigma wegen DVD-Chips bei

Sigma Designs will künftig alle Auflagen der DVD Copy Control Association beachten, die bei Herstellung von DVD-Player-Chips für das Content Scrambling System (CSS) gelten.

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Von
  • Jürgen Kuri

Der US-Filmindustrieverband MPAA und der Chip-Hersteller Sigma Designs haben sich in einem Rechtsstreit um Chips für DVD-Player gütlich geeinigt. Die MPAA hatte Sigma Designs sowie MediaTek verklagt, da sie ihre Chips anderen Unternehmen geliefert hatten, die Produkte mit Funktionen verkaufen, die nicht den allgemeinen Auflagen der CSS License der DVD Copy Control Association (DVD CCA) entsprechen.

Jeder Hersteller von Bestandteilen eines DVD-Players, die dafür sorgen, dass das Content Scrambling System (CSS) dekodiert werden kann, hat sich in den USA den Auflagen der DVD CCA zu verpflichten. Unter anderem müssen diese Zulieferer darauf achten, dass sich die Hersteller der Geräte ebenfalls an die Lizenz für das Verschlüsselungssystem CSS halten. Mit der Beachtung der CSS-Vorgaben durch die Chip-Hersteller soll kontrolliert werden, auf welchen Playern -- etwa nach regionaler Aufteilung -- eine bestimmte DVD tatsächlich abgespielt und über welche Player-Ausgänge Signale in welcher Qualität ausgegeben werden können.

Sigma Designs sagte nun zu, die Bestimmungen genauer einzuhalten und zu kontrollieren, ob die Kunden, die Chips von Sigma Designs beziehen, sich ebenfalls den Lizenzbestimmungen unterwerfen. "Als Techniklieferant respektieren wir das geistige Eigentum und glauben fest an den Schutz der Inhalte", betonte Thinh Tran, Chef von Sigma Designs. Über die Unterstützung von CSS hinaus arbeite man schließlich auch mit Industriepartnern an sicheren Prozessoren, die die stärksten Schutzmechanismen für das Digital Rights Management unterstützten. (jk)