Infineon: Chip-Sandwich für größeren Speicher auf Chipkarten
Chipkarten und SIM-Karten für Handys könnten mit Infineons neuer Technik auf gleicher Fläche wie bei bisherigen Lösungen bis zu 20 MByte Speicher enthalten.
Infineon will mit einem so genannten Chip-Sandwich eine "Leistungsrevolution bei Chipkarten und SIM-Karten für Mobiltelefone" auslösen. Bereits im kommenden Frühjahr sollen nach Angaben von Infineon erste Muster-Chips zur Verfügung stehen, die die Speicherleistung von Mobiltelefonen zunächst auf das Achtfache erhöhen. Bei den neuen Sandwich-Chips werden laut Infineon erstmals zwei Schaltkreise mit ihrer Funktionsseite aufeinander gelegt. Über Hunderte von Kontaktstellen werden beide Chips verbunden. Auf diese Weise lasse sich bei gleichbleibender, durch die Spezifikationen bedingter Fläche die Speicherkapazität der Chips um ein Vielfaches erhöhen sowie das Chipdesign flexibler und kostengünstiger gestalten.
Die ersten Chips, bei denen Sicherheitscontroller und Speicherbaustein übereinander liegen, sollen mit 1 Megabyte achtmal mehr Speicherplatz als heutige Lösungen bieten und zunächst für SIM-Karten in Mobiltelefonen eingesetzt werden. Der 32-Bit-Chipkartencontroller SLE88CFX1M00P integriert den Controller mit 400 KByte EEPROM, 240 KByte ROM und 16 KByte RAM mit einem 512-KByte-EEPROM-Speicherchip. Nach der Bemusterung im kommenden Frühjahr soll der Chip in der zweiten Jahreshälfte 2005 in die Massenfertigung gehen.
Infineon betont, dass sich die Speicherkapazität bei den SIM-Karten mit der Sandwich-Technik auf bis zu 20 MByte steigern ließe. Solche Controller könnten bereits in der zweiten Jahreshälfte 2006 verfügbar sein. (jk)