HP lacht über Suns Ideen zu HP-UX und Solaris
HP-Verantwortliche weisen McNealys Angebot, HP-UX und Solaris zusammenzulegen, als unseriös zurück.
Auf der diese Woche in Macau gehaltenen HP-Konferenz Business Critical Systems wies das Unternehmen den Vorschlag von Sun-Chef Scott McNealy, HP-UX mit Solaris zu verschmelzen, als "geradezu lächerlich" zurück. McNealy hatte Hewlett-Packard Anfang März in einem offenen Brief angeboten, die konkurrierenden Betriebssysteme beider Hersteller "ineinander aufgehen zu lassen", ohne allerdings genau darzulegen, wie er sich das vorstellt. Dass Solaris 10 durch seine Quelloffenheit, Herstellerunabhängigkeit und nicht zuletzt durch die Anzahl der verkauften Lizenzen das zukunftsträchtigere der beiden Unix-Versionen sei, klang in seinem Brief jedoch deutlich durch.
HP-UX läuft nur auf PA-RISC- und Itanium-Architekturen. Wenn Hewlett-Packard, wie geplant, die PA-RISC-Plattform 2011 oder 2012 einstellt, bliebe für HP-UX-Kunden nur noch die Itanium-Plattform. Wie HP-Verantwortliche jedoch in Macau betonten, sei schon ein umfangreiches Migrationsprogramm angelaufen, das Kunden den Übergang von PA-RISC-Systemen zu Itanium-basierten HP-UX-Integrity-Systemen möglichst leicht machen solle. Den Vorschlag von McNealy, HP-UX und Solaris zusammenzulegen, könne HP daher nicht ernst nehmen. (akl)