Texas Instruments ist vorsichtig: TV und PC schwächeln

Nach dem Höhenflug der vergangenen Monate kühlt die Nachfrage der Verbraucher ab. Der Chiphersteller konnte aber im dritten Quartal seinen Umsatz um 30 Prozent steigern.

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  • dpa

Nach dem Höhenflug der vergangenen Monate kehrt beim Chiphersteller Texas Instruments (TI) Zurückhaltung ein. "Die Nachfrage der Verbraucher hat sich abgekühlt", sagte Konzernchef Rich Templeton am Montag laut Mitteilung. Vor allem Fernseher und Computer liefen schlechter. Auch bei den bis dato spendablen Firmenkunden rechnet Templeton damit, dass diese den Gürtel künftig wieder enger schnallen.

Die Chipindustrie hatte die Wirtschaftskrise mit Bravour gemeistert. Bis zum Sommer boomte das Geschäft regelrecht, seitdem flaut es etwas ab. Im dritten Quartal gingen die Bestellungen bei Texas Instruments gegenüber dem Vorquartal bereits um 8 Prozent zurück. Das wird im laufenden vierten Quartal aufs Geschäft drücken. Die Aktie fiel nachbörslich.

Texas Instruments konnte den Boom aber voll auskosten und steht im Vergleich zum Krisenjahr 2009 immer noch blendend da: Im dritten Quartal stieg der Umsatz um 30 Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar (2,6 Mrd. Euro). Der Gewinn verbesserte sich um 60 Prozent auf unter dem Strich 859 Millionen Dollar. Alle Sparten seien gewachsen, so Templeton.

Im vierten Quartal rechnet Firmenchef Templeton nun mit einem Umsatz von maximal gut 3,6 Milliarden Dollar und einem Ergebnis je Aktie von bis zu 0,67 Dollar. In den gerade abgeschlossenen drei Monaten hatte das Unternehmen 0,71 Dollar je Aktie verdient und einen Teil der Einnahmen direkt in seine Fertigung gesteckt. TI hatte unter anderem Maschinen aus der Insolvenzmasse des deutschen Speicherchip- Herstellers Qimonda ĂĽbernommen. (anw)