DoubleClick leidet unter Selbstzweifel

Nach einem positiv verlaufenen dritten Quartal stellt sich der Online-Werbevermarkter selbst in Frage.

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Von
  • Torge Löding

Die Online-Werbung ist zurück, DoubleClick ist es nicht. So könnte man die Entscheidung des Online-Werbevermarkters zusammenfassen, die Investmentbank Lazard Freres & Co damit zu beauftragen, ein Konzept zu entwickeln, mit dem der Shareholder Value für die Aktionäre verbessert werden könne. In Betracht gezogen würden verschiedene Optionen wie der Verkauf des Unternehmens oder die Ausgliederung von Teilbereichen, heißt es in einer Mitteilung. Zur Debatte stünden aber auch die Ausgründung von Firmen-Spin-Offs, Aktienrückkäufe, die Zahlung einer Sonderdividende oder gar eine Kapitalerhöhung. Also alles oder nichts.

Das Ergebnis des dritten Geschäftsquartals war indes positiv: DoubleClick steigerte den eigenen Angaben zufolge den Nettogewinn von 6,3 Millionen US-Dollar im Vorjahr auf nun 15,4 Millionen Dollar. Den Umsatz bezifferte der Online-Vermarkter mit 81 Millionen Dollar. Den positiven Zahlen folgte indes eine Gewinnwarnung auf dem Fuße. So rechnet das Unternehmen nur noch mit einem Nettogewinn von 1 bis 4 Cent je Aktie bei maximal 77 Millionen Dollar Umsatz im vierten Quartal. (tol)