LCD-Gläser ohne Schwermetalle
Glashersteller Corning hat eine Glassorte fĂĽr LCD-Panels vorgestellt, die ohne Schwermetalle auskommt.
Hersteller Corning hat eine Glassorte für LCD-Panels vorgestellt, die ohne Schwermetalle auskommt. Mit dem neuen Material namens Eagle XG sollen sich leichtere und dünnere Gläser für Flachdisplays herstellen lassen. In LC-Bildschirmen wird die Flüssigkristallschicht zwischen zwei Glasscheiben eingebracht. Die bis zu 2,30 m in der Diagonale messenden Muttergläser sind bereits jetzt weniger als ein Millimeter dick.
Zudem wolle man mit Eagle XG für mögliche Erweiterungen der RoHS-Richtlinie gerüstet sein, erläuterte Peter Bocko, Vizepräsident von Corning Displays, in einem Interview der EETimes. Bislang werden in Muttergläsern für Fachdisplays häufig Schwermetalle wie Arsen, Antimon oder Barium verwendet. Diese sind allerdings nicht Gegenstand der RoHS. Anders als bei Röhrengeräten enthalten die Frontscheiben von LC-Displays weder Blei noch Quecksilber - Stoffe, die in der seit dem 1. Juli 2006 geltende Richtlinie 2002/95/EG zur Restriction of Hazardous Substances (RoHs) gebannt werden.
Corning zählt neben Asahi Glass zu den weltweit führenden Herstellern von Muttergläsern für die LCD-Produktion. Die neue Glassorte Eagle XG soll zusätzlich zu den bisherigen Gläsern in den bestehenden Fabriken gefertigt werden. (uk)