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SonicWall SonicOS: Sicherheitslücke erlaubt Management-Interface-Zugriff

SonicWall warnt vor drei Sicherheitslücken in SonicOS. Angreifer können etwa unbefugt auf einige Management-Interface-Funktionen zugreifen.

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Sonicwall-Applainces der SMA100-Reihe

(Bild: Sonicwall)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Im Firewall-Betriebssystem SonicOS von SonicWall haben IT-Forscher drei Sicherheitslücken entdeckt. Angreifer können dadurch unter Umständen etwa unberechtigt auf das Management-Interface zugreifen.

Davor warnt SonicWall in einer Sicherheitsmitteilung. Am schwersten wiegt eine Schwachstelle, die die Entwickler als schwache Authentifizierung einstufen. Dadurch können Angreifer unbefugt auf bestimmte, nicht genannte Management-Interface-Funktionen zugreifen – unter ebenfalls nicht genannten Umständen (CVE-2026-0204, CVSS 8.0, Risiko „hoch“). Angemeldete Nutzerinnen und Nutzer können zudem eine Path-Traversal-Schwachstelle ausnutzen und dadurch mit eigentlich zugriffsbeschränkten Diensten interagieren (CVE-2026-0205, CVSS 6.8, Risiko „mittel“). Und schließlich ist SonicOS für einen Denial-of-Service anfällig, da angemeldete User einen Stack-basierten Pufferüberlauf provozieren und so die Firewall abstürzen lassen können (CVE-2026-0206, CVSS 4.9, Risiko „mittel“).

Alle drei Lücken wurden von CrowdStrike gemeldet. Sie scheinen noch nicht attackiert zu werden, dazu schreibt SonicWall nichts.

Die Sicherheitslücken stopft SonicWall mit den Versionen 6.5.5.2-28n für die Gen6-Hardware-Firewalls, 7.3.2-7010 für Gen7-Geräte und 8.2.0-8009 für die Gen8-Firewalls des SonicOS-Betriebssystems. Für die Firmware 6.5.5.2-28n merkt SonicWall an, dass ein Downgrade auf vorherige Firmware-Versionen damit nicht unterstützt wird – wer das versucht, läuft Gefahr, alle LDAP-User und MFA-Einstellungen zu löschen respektive zurückzusetzen.

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IT-Admins, die SonicWall-Firewalls und SSLVPNs einsetzen, können als temporäre Gegenmaßnahme bis zum Anwenden der Aktualisierungen das Management-Interface komplett deaktivieren und SSLVPN auf allen Interfaces abschalten. Die Verwaltung sollen sie dann auf den SSH-Zugang beschränken.

Admins sollten jedoch zügig aktiv werden. Sicherheitslücken in SonicWall-Firmware sind auch bei Cyberkriminellen hoch im Kurs – vergangenen Dezember haben sie eine Schwachstelle in SMA1000-Appliances attackiert.

(dmk)