Split-Level-Fotografie: So gelingen Halb-und-Halb-Bilder ĂĽber und unter Wasser

Technik und Optik: Wie Split-Level-Fotos entstehen und warum Domeport, Fokus und Weitwinkel dabei entscheidend sind.

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, Alle Bilder: Thomas Haider

(Bild: Thomas Haider)

Lesezeit: 16 Min.
Von
  • Thomas Haider
Inhaltsverzeichnis

Thomas Haider nutzt seit Jahrzehnten die Split-Level-Fototechnik für seine Unterwasser-Naturfotografie. Mit dieser Technik fängt er die Überwasser- und die Unterwasserwelt in einem Bild ein. Szenen, die für den Betrachter normalerweise im Verborgenen bleiben, werden sichtbar. Im Gegensatz zur Bildmanipulation in Photoshop, wo unterschiedliche Überwasser- und Unterwassermotive vereint werden, ist die Umsetzung echter Split-Level-Aufnahmen sehr herausfordernd.

Verglichen mit der Welt über der Wasseroberfläche ist die Sicht unter Wasser weniger klar. Um ein Unterwasserobjekt scharf abzubilden, müssen Fotografen so nah wie möglich an das Motiv herankommen. Soll für Split-Level-Naturfotos ein Überwasseranteil ebenfalls scharf dargestellt werden, ist ein extremes Weitwinkelobjektiv mit großem Bildwinkel erforderlich.

Darüber hinaus benötigt man einen wasserdichten Domeport mit einer gewölbten Domescheibe (kuppel- oder halbkugelförmige Glasscheibe vor dem Objektiv). Domeports werden bei Spiegelreflex- und spiegellosen Systemkameras in der Regel mit einem Bajonettverschluss und O-Ring auf ein Unterwasserkameragehäuse montiert. Die Wölbung der Domescheibe ermöglicht es, den großen Blickwinkel der Weitwinkelobjektive beizubehalten. Dieser ist nötig, denn zwischen dem Überwasser- und dem Unterwasserbereich gelten unterschiedliche optische Gesetzmäßigkeiten.

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