Interne Lösung bei Sharp: Herman Karabetyan folgt auf Frank Bolten

Mit Herman Karabetyan präsentiert der Hersteller nur zwei Wochen nach dem überraschenden Rücktritt von Deutschlandchef Bolten einen Nachfolger für den Führungsposten.

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Von
  • Ulrike Goreßen

Herman Karabetyan, Sharp, Division General Manager Retail Sales, Sharp Electronics Germany/Austria

(Bild: Sharp)

Nach dem überraschenden Rücktritt von Frank Bolten als Chef der deutschen Landesgesellschaft von Sharp vor zwei Wochen hat der Hersteller nun bereits einen Nachfolger gefunden: Herman Karabetyan (44) ist nun Division General Manager Retail Sales bei Sharp Electronics Germany/Austria. Der studierte Betriebswirt stieg nach Stationen im Vertrieb bei Coca-Cola und Kodak im Januar 2002 bei der Sharp Electronics Europe GmbH in Hamburg ein. Zuletzt war er als Manager Pan-European Account Sales für das europäische Unterhaltungselektronik- und Haushaltsgerätegeschäft von Sharp verantwortlich. In seiner neuen Funktion berichtet Karabetyan unmittelbar an Shinichi Ishiguro, Executive Vice President Sharp Electronics (Europe) GmbH und President Sharp Consumer Electronics Europe. Direkte Unterstützung erhält er von Takahashi Kishibe, Deputy Division General Manager Retail Sales, Sharp Electronics Germany/Austria.

Mit Karabetyan hat die europäische Geschäftsleitung von Sharp die Position des General Division Managers Retail Sales für Deutschland und Österreich intern besetzen können. Als Zielsetzung in seiner neuen Position gibt er an, auch weiterhin "eng und konstruktiv mit dem qualifizierten Fachhandel" zusammenarbeiten und "die Marktanteile im deutschen und österreichischen LCD-TV Geschäft wieder ausbauen zu wollen. Genau das hatte sich jedoch auch Frank Bolten vorgenommen. Auf Seiten der Fachhandelspartner fand diese Strategie Unterstützung auf breiter Front. Doch die Bemühungen im TV-Geschäft wurden allzu oft durch Lieferengpässe bei Sharp torpediert – was letztendlich auch zu "unterschiedlichen Auffassungen über die strategische Ausrichtung im CE-Markt" zwischen Bolten und der japanischen Konzernzentrale führte, die am 19. Oktober in seinen Rücktritt mündete. (map)