Blackberry-Hersteller RIM im Visier der Börsenaufsicht

Auch Research in Motion muss sich Nachfragen der Security and Exchange Commission wegen der Praktiken bei Aktienoptionen gefallen lassen.

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Von
  • Jürgen Kuri

Research in Motion (RIM), Hersteller des Push-Mail- und Kommunikations-Handhelds Blackberry und Anbieter der zugehörigen Dienste, sieht sich mit Nachfragen der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) konfrontiert. Die Behörde möchte im Rahmen einer informellen Untersuchung Dokumente und Informationen von RIM, wie die Firma mit Aktienoptionsprogrammen umgegangen ist.

Wegen der Vergabe von Aktienoptionen in den vergangenen Jahren laufen derzeit Untersuchungen bei mehr als 100 Unternehmen in Nordamerika. Dabei geht es vor allem um die Rückdatierung der Optionen; unter anderem der Chef von McAfee ist wegen der Untersuchungen zurückgetreten. Durch die Rückdatierung des Vergabetermins auf einen Zeitpunkt, an dem der Aktienkurs besonders niedrig war, können die Empfänger bei der Einlösung auf einem höheren Kursniveau ihre Gewinne stärker steigern.

RIM hatte Mitte Oktober die Vorlage des Geschäftsberichts für das zweite Quartal wegen Problemen mit den alten Aktienoptionen verschieben müssen. Bereits bei der Vorlage der vorherigen Bilanzen hatte der kanadische Hersteller verkündet, man wolle im Hinblick auf die Handhabung von Aktienoptionen für Mitarbeiter die Ergebnisse der vergangenen neun Jahre überprüfen. Anschließend hieß es zuerst, die Belastungen durch die Korrektur würden zwischen 25 bis 45 Millionen US-Dollar liegen. Mittlerweile geht RIM davon aus, dass die Belastungen weit höher ausfallen werden, da noch mehr Fehler als erwartet gefunden worden seien.

Die Firma erklärte, man werde die Bilanz für das zweite Quartal so schnell wie möglich vorlegen. Mit der SEC und der kanadischen Aufsichtsbehörde habe man bereits wegen der Aktienoptionen gesprochen und werde mit beiden kooperieren. (jk)