Tele Atlas weiter in den roten Zahlen

Der Anbieter digitaler Landkarten konnte den Umsatz deutlich steigern.

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  • dpa

Tele Atlas, Anbieter digitaler Landkarten, steckt weiter in den roten Zahlen, konnte im dritten Quartal beim Umsatz aber deutlich zulegen. Wie das niederländische Unternehmen mitteilte, stieg der Fehlbetrag wegen Umstrukturierungskosten von 10,1 Millionen Euro in China um rund 81 Prozent von 9,8 auf 17,8 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum dank eines starken Europageschäfts um 29 Prozent auf 65 Millionen Euro. Der Betriebsverlust (EBIT) schrumpfte fast um die Hälfte von 10,3 auf 5,3 Millionen Euro.

Der Anbieter von Karten für Navigationssysteme hatte das chinesische Gemeinschaftsunternehmen Shanghai Changxiang Computer Co. (SIS) mit dem neuen Tele-Atlas-Partner Changdi, einem Datenanbieter, verschmolzen. In Europa setzte Tele Atlas mit 50,2 Millionen Euro 35 Prozent mehr um als im Vergleichszeitraum des Vorjahres – vor allem wegen des starken Wachstums im Segment Personal Navigation. Die Zahl der Mitarbeiter der Gesellschaft stieg um ein Fünftel auf 1514.

Das Unternehmen blieb bei seinem Ausblick für das Gesamtjahr 2006. Der Umsatz soll von 200,1 auf rund 250 Millionen Euro steigen. Operativ dürfte ein Jahresverlust von 33 Millionen Euro (EBIT) anfallen. Im Berichtsquartal hatten die Niederländer Verträge mit dem führenden Handyherstellern Nokia, Research In Motion sowie Hewlett-Packard (HP) abgeschlossen. (dpa) / (jk)