Facebook als Plattform für mobile Anwendungen

Das soziale Netzwerk will seine Mobil-Software zu einer Plattform für Anwendungen und mobilen Handel ausbauen.

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Von Facebooks Ankündigungen am gestrigen Mittwochabend hatten viele Beobachter im Vorfeld erwartet, dass das soziale Netzwerk ein eigenes Telefon vorstellen wird. Doch Spekulationen um ein Facebook Phone erteilte Firmenchef Mark Zuckerberg eine Absage. Man werde kein Telefon bauen. Statt dessen will das Unternehmen seine Software auf allen mobilen System – vom iPhone über das BlackBerry und Android bis hin zum Windows-Phone – zu einer Plattform für mobile Anwendungen und mobilen Handel ausbauen. So beherbergt jetzt auch die Android-Version der Facebook-Software den Ortungsdienst Places.

Facebook Deals informiert, wenn es in der Nähe Schnäppchen gibt.

(Bild: Facebook)

Zuckerberg stellte einen neuen Dienst vor, bei dem Firmen Sonderangebote an Facebook-Mitglieder in ihrer Nähe verteilen können. Das Angebot mit dem Namen Facebook Deals startet zunächst allerdings nur in den USA. Mit dem Schnäppchen-Service gibt Facebook seinen Nutzern einen Anreiz, das Netzwerk auch unterwegs zu nutzen. Das Angebot verwendet die Ortsinformationen, die Nutzer mit Facebook Places veröffentlichen. Branchen-Experten rechnen damit, dass das Deals-Angebot dem lokalen Dienst einen kräftigen Schub geben wird. Die zunächst mehr als 20 Facebook-Partner überbieten sich zum Start mit Angeboten. So will die Modefirma GAP 10.000 Jeans an die ersten Facebook-Nutzer verschenken, die in ihren US-Läden einchecken. Bei H&M gibt es 20 Prozent Rabatt.

Außerdem verkündete Zuckerberg zwei Neuerungen, mit denen Entwickler auf Facebook als Anwendungsplattform setzen können. Mit Single Sign-on ersparen Anwendungen dem Benutzer, sich ein weiteres Mal einloggen zu müssen. Über Location APIs können Entwickler auf die Ortsinformationen bei Facebook zugreifen. Das Facebook Blog erklärt Deals und Single Sign-on näher. (jo)